Akio Toyoda leitet seit 2009 den japanischen Autokonzern Toyota. Neben seiner Tätigkeit als Konzernchef ist der Enkel des Toyota-Gründers Kiichirō Toyoda auch ein bekennender Rennsportfan. Unter dem Pseudonym »Morizo Kinoshita« trat er drei Male selbst beim legendären 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring an. Der Erfolg konnte sich sehen lassen, belegte er 2009 doch Platz 87 in der Gesamtwertung, beziehungsweise Rang 4 in seiner Klasse. Gefahren bei diesem guten Ergebnis wurde im damaligen Prototypen des Modells LF-A – ein Serienfahrzeug, das zum Rennwagen umgerüstet war.
2018 zog es Toyoda wieder zum Nürburgring in die sogenannte »Grüne Hölle«. Insidern war schnell klar, wer beim neunten Lauf der VLN-Rennserie im Oktober antreten würde, als der Name »Morizo« auf den Fahrerlisten auftauchte. Und selbstverständlich war das Team Ring Racing ebenfalls über den Besuch des Toyota Präsidenten informiert.
Die sechs japanischen und zwei deutschen Piloten von Ring Racing fahren seit Jahren gute Ergebnisse bei der VLN-Rennserie und dem 24-Stunden-Rennen ein. Ihr »Material« sind die beiden Toyota Modelle IS-F und RC-F. So freute sich das von NIESEN gesponserte Team über den Besuch des sportkundigen Konzernchefs und den sachkundigen Austausch.
Einen Ausblick auf die nächste Toyota-Generation bei der VLN-Rennserie hatte der hohe Gast auch im Gepäck. In der gleichen Box von Ring Racing präsentierte sich die Zukunft der seriennahen Rennwagen des Autobauers. Erst wenige Eingeweihte konnten zuvor einen Blick auf den neuen Supra A90 werfen, der am Nürburgring vom Team GazooRacing auf Herz und Nieren getestet wurde. Noch komplett im Tarnmuster beklebt, verbarg das neue Toyota-Sportmodell seine Details. Da passte es, dass sich auch Akio Toyoda unter einem Pseudonym in Cockpit setzte.
Was man aber klar erkennen durfte: Das neue Modell kann sich sehr gut sehen und fahren lassen. Und wer weiß: Vielleicht verstärkt der Supra A90 auch bald auch unser Team Ring Racing.
Akio Toyoda leitet seit 2009 den japanischen Autokonzern Toyota. Neben seiner Tätigkeit als Konzernchef ist der Enkel des Toyota-Gründers Kiichirō Toyoda auch ein bekennender Rennsportfan. Unter dem Pseudonym »Morizo Kinoshita« trat er drei Male selbst beim legendären 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring an. Der Erfolg konnte sich sehen lassen, belegte er 2009 doch Platz 87 in der Gesamtwertung, beziehungsweise Rang 4 in seiner Klasse. Gefahren bei diesem guten Ergebnis wurde im damaligen Prototypen des Modells LF-A – ein Serienfahrzeug, das zum Rennwagen umgerüstet war.
2018 zog es Toyoda wieder zum Nürburgring in die sogenannte »Grüne Hölle«. Insidern war schnell klar, wer beim neunten Lauf der VLN-Rennserie im Oktober antreten würde, als der Name »Morizo« auf den Fahrerlisten auftauchte. Und selbstverständlich war das Team Ring Racing ebenfalls über den Besuch des Toyota Präsidenten informiert.
Die sechs japanischen und zwei deutschen Piloten von Ring Racing fahren seit Jahren gute Ergebnisse bei der VLN-Rennserie und dem 24-Stunden-Rennen ein. Ihr »Material« sind die beiden Toyota Modelle IS-F und RC-F. So freute sich das von NIESEN gesponserte Team über den Besuch des sportkundigen Konzernchefs und den sachkundigen Austausch.
Einen Ausblick auf die nächste Toyota-Generation bei der VLN-Rennserie hatte der hohe Gast auch im Gepäck. In der gleichen Box von Ring Racing präsentierte sich die Zukunft der seriennahen Rennwagen des Autobauers. Erst wenige Eingeweihte konnten zuvor einen Blick auf den neuen Supra A90 werfen, der am Nürburgring vom Team GazooRacing auf Herz und Nieren getestet wurde. Noch komplett im Tarnmuster beklebt, verbarg das neue Toyota-Sportmodell seine Details. Da passte es, dass sich auch Akio Toyoda unter einem Pseudonym in Cockpit setzte.
Was man aber klar erkennen durfte: Das neue Modell kann sich sehr gut sehen und fahren lassen. Und wer weiß: Vielleicht verstärkt der Supra A90 auch bald auch unser Team Ring Racing.
Jörg Immendorff zählt zu den wichtigsten deutschen Künstlern der Gegenwart mit internationalem Rang. Seine überwiegend figürlichen Arbeiten widmen sich politisch-gesellschaftskritischen Inhalten, die Gemälde und Plastiken besitzen eine tiefe Symbolik. Als Künstler nutzte Immendorff stets auch die Massenmedien für seine Imageförderung und Bekanntheit. 2007 verstarb Immendorff in Düsseldorf, wo er zuletzt sein Atelier betrieb und als Professor an der Kunstakademie lehrte.
Auch 11 Jahre nach dem Tode des Künstlers lebt sein künstlerisches Erbe fort. Beispielsweise ermöglicht die Retrospektive »Jörg Immendorff: Für alle Lieben in der Welt« im Münchener Haus der Kunst bis Ende Januar 2019 eine breite Auseinandersetzung mit dem vielseitigen Werk.
Ein zentraler Bestandteil der Schau ist die Bronzeplastik »Naht Brandenburger Tor – Weltfrage«, die wie eine Erzählung gelesen werden kann. Grundlage bildet das Brandenburger Tor als Sinnbild der deutschen Geschichte, Teilung und Wiedervereinigung. Immendorff entwickelte daraus eine Arbeit, die vielerlei symbolische Elemente vereint. Die flache Basis stellt die ausgebreiteten Schwingen eines Wappenadlers dar. Die fünf Pfeiler greifen jeweils ein eigenes Thema auf und formen eine geschützartige Maschinerie in Tarnfarben, einen Grenzwachturm mit zwei darauf sitzenden Menschen, eine zusammenstürzende Quadriga sowie einen Pinsel in Dollarform, der an einen Adler angelehnt ist.
Leihgabe ans Münchener Haus der Künste
Diese Arbeit Immendorffs wurde erstmals 1982 im Rahmen der documenta 7 präsentiert, der weltweit bedeutendsten Reihe von Ausstellungen für zeitgenössische Kunst. Danach folgte ein Ankauf der Plastik durch das Aachener Sammlerpaar Peter und Irene Ludwig, die das »Brandenburger Tor« zum festen Bestandteil des 1991 gegründeten Ludwig Forum Aachen machten. 2018 wurde die Arbeit schließlich nach München verliehen, um die Retrospektive über Jörg Immendorff im Haus der Kunst zu bereichern.
Beauftragt mit dem Kunsttransport der über sieben Tonnen schweren Plastik war NIESEN. Die Leverkusener Kunstspedition kannte die Arbeit bereits von einem früheren Transport innerhalb Aachens und konnte für eine sorgfältige Überbringung inklusive Demontage und Wiederaufbau garantieren.
Die erste große Überblicksausstellung nach dem Tode Immendorffs
Sorgfältige Arbeit an allen Transportphasen
Viele einzelne Arbeitsschritte durch die Profis waren nötig, damit das wertvolle Kulturgut ab September in München gezeigt werden konnte. Die kleinschrittige Deinstallation der Arbeit in Aachen erfolgte deshalb schon am 27. August. Kanthölzer, Schaumstoff und Decken sorgten für die Arretierung der fünf einzelnen Säulen des »Brandenburger Tors«, so dass sich das Gebilde nicht verziehen konnte. Die eigentliche Verpackung bestand aus speziell angefertigten Baumwolltüchern und einer verstärkten Folie, die das Werk wie eine Haut umzog.
Der Transport der vier Einzelteile erfolgte mit dem hauseigenen Kran-LKW des Kunstspediteurs und einem Zusatzfahrzeug mit technischen Equipment und Werkzeugen, die für den Wiederaufbau gebraucht wurden.
Auch in München waren eine gute Vorplanung und Präzisionsarbeit gefragt. Der gesamte Eingangsbereich des Hauses der Kunst war bereits großzügig mit Lastverteilerplatten ausgelegt, als die Einbringung des Kunstwerks begann. So konnte der aus den 1930er-Jahren stammende Steinboden durch das Gewicht der Bronze nicht punktuell strapaziert werden.
Per Kran hoben die Kunstspediteure sämtliche Gerätschaften und Einzelteile ins Haus der Kunst und rollten diese mit wendigen Hubwagen an den Bestimmungsort. Absolut synchrone Arbeit war nötig, um die Einzelteile der Bronze zusammenzufügen. Danach musste die Plastik nochmals auf einen speziell vorbereiteten Transporttisch gehoben werden, der exakt die Höhe des Ausstellungssockels hatte. So konnte die Arbeit seitlich auf den Sockel geschoben werden, wo sie für die Ausstellung endgültig platziert war.
Die erste große Überblicksausstellung nach dem Tode Immendorffs
Pünktlich zum 14. September 2018 konnten die Besucher neben dem »Brandenburger Tor« eine Vielzahl weiterer Plastiken und vor allem Gemälde bewundern. Die Schau gilt als die erste große Überblicksausstellung nach dem Tode Immendorffs und konnte schon im Vorfeld für breite Aufmerksamkeit sorgen. Die Kunstspedition NIESEN freut sich, einen Beitrag geleistet zu haben. Und ebenso darüber, die Arbeit eines weiteren namhaften Künstlers transportiert zu haben. Immerhin vertrauten schon namhafte Kolleginnen und Kollegen Immendorffs wie Cragg, Lüpertz, Balkenhol oder Grosse auf NIESEN.
So manche politische Entscheidung hat logistische Höchstleistungen zur Folge. So auch im Fall der Neuregelung des Staatsvertrages für Glücksspielwesen. Dieser besteht zwischen den 16 Bundesländern und bestimmt die übergeordneten Spielregeln für das Glücksspiel in Deutschland.
Zur verbesserten Suchtprävention wurden zuletzt verschiedene technische Neuerungen an den Spielautomaten bestimmt. Seit dem Stichtag 11.11.2018 dürfen Geräte nur noch mit einer ID-Karte genutzt werden, die ein Spieler vom Betreiber des Automaten erhält. Die ID-Karte regelt Nutzungslimits und legt auch Spielpausen für den Nutzer fest. Auch lässt sich durch den Einsatz der Karte nur ein einziger Automat bespielen, nicht mehrere gleichzeitig.
NIESEN schlägt 2.000 Automaten um
Um das technische System einzuführen, waren bundesweit sämtliche Geldspielgeräte auszutauschen. In dem Zuge organisierte auch Gerätehersteller Löwen Entertainment den Tausch der 61.500 eigenen Automaten. Mit der Durchführung der bundesweiten Mammutaktion wurde die Rhenus Midi Data GmbH beauftragt, die zur weltweit agierenden Rhenus Gruppe mit 580 Standorten gehört.
Die beauftragten Logistiker unterteilten das Bundesgebiet wiederum in mehrere Areale und suchten regionale Partner vor Ort, die »auf der letzten Meile« agieren sollten. Die Partner hatten für den Austausch der Geräte an den Spielstätten zu sorgen sowie für Transport und Zwischenlagerung der Einheiten.
NIESEN erhielt das Vertrauen von Rhenus Midi Data im Einsatzgebiet zwischen dem rechtsrheinischen Köln, dem Westerwald und bis nach Aachen. Der Umfang des Auftrags: rund 2.000 Spielautomaten.
Direkter 1:1 Geräte-Tausch samt Installationen
Während der Projektphase gelangten die neuen Automaten chargenweise in die Lager von NIESEN, um nur wenig später an die Spielstätten transportiert zu werden. Hier installierten die Teams die Neuware und nahmen die Altgeräte zurück in die Leverkusener Zwischenlager. Dort verblieben sie durchschnittlich sieben Tage, bevor sie durch Rhenus Midi Data abgeholt wurden.
Die gesamte Tauschaktion – die vom Auftraggeber den Projekttitel »Big Bang« erhielt – fand innerhalb von nur elf Wochen statt. Fünf Fahrzeuge mit jeweils zwei Mitarbeitern waren fast durchgehend im Einsatz.
Trotz des umfangreichen Auftragsvolumens lief die Umsetzung reibungslos ab. Sämtliche Fristen konnten eingehalten werden, wie es bei NIESEN durchweg üblich ist. In diesem Wissen hatte Rhenus Midi Data neben zwei Dutzend anderen Logistikern in Deutschland auch erfolgreich auf NIESEN gesetzt. Termingerechter Transport und professionelle Logistik sind eben kein Glücksspiel.
Wer träumt sich nicht schon mal an ganz besondere Plätze? Oder möchte einen Ort, wo sich tagsüber Hunderte oder gar Zehntausende Menschen tummeln, für sich ganz alleine erleben?
Radio Leverkusen und IKEA Butzweilerhof machten es möglich. Im Rahmen der gemeinsamen Aktion »Schlaf doch wo du willst – die Nacht deines Lebens!« verlosten die Unternehmen ein paar unvergessliche Nächte. Unvergesslich, weil die Übernachtung an Orten realisiert wurde, die normalerweise nie als Schlafplatz zur Verfügung stehen.
So wurde eine einsame Nacht im Wildpark Leverkusen verlost, umgeben von Tieren und dichtem Wald. Als Gast auf der Opladener Bierbörse konnte man sich den Heimweg sparen und gleich auf dem Festgelände schlafen. Oder – als absolutes Highlight für jeden Fan – eine andächtige Nacht in der BayArena verbringen, Spielstätte des Bundesligisten Bayer Leverkusen.
Die Aktion war ein riesiger Erfolg und wurde in den sozialen Netzwerken mit zahlreichen Likes und Kommentaren begleitet. Immerhin waren die Schlafplätze äußerst begehrt. Und im Nachhinein wollte man wissen, wie denn die Sommernächte im Juli, August und September 2018 so waren.
Dach über dem Kopf dank NIESEN
»Absolut einmalig, direkt hier im Stadion zu schlafen!«, kommentierten die beiden Schwestern die Nacht, die sie in der BayArena verbrachten.
Einen Beitrag zur Begeisterung dürfte auch der unmittelbare Schlafplatz geleistet haben. Die Gewinner der Aktion sollten die Zeit in möglichst heimeliger Atmosphäre genießen können. Und hier kam NIESEN ins Spiel. Genauer gesagt: ein Wohncontainer der Leverkusener Spedition, der zum bequemen Wohncontainer umgestaltet wurde.
Der Umzugsspezialist übernahm auch den Transport und die Aufstellung des besonderen Schlafzimmers. Dank des leistungsstarken, flexibel einsetzbaren Kran-LKWs von NIESEN gelang die Anlieferung problemlos. Weder Waldwege noch Stadiontore stellten das wendige Spezialfahrzeug vor unlösbare Aufgaben. Und im Wildpark musste auch kein Baum weichen, wie eine Nutzerin auf Facebook fragte.
NIESEN für Containertransporte bestens gerüstet
Kurze Nacht mit einmaliger Aussicht
Gemütlich eingerichtet mit IKEA-Möbeln ließ es sich angenehm nächtigen. Falls die Aufregung einen echten Schlaf überhaupt zuließ: »Die Nacht war kurz, wir haben nicht wirklich die Augen zugemacht«, hieß es von den Gästen der BayArena.
Die kurze Nacht war sicher auch der überwältigen Aussicht ins Stadion geschuldet. Denn der von NIESEN bereitgestellte Wohncontainer bot dank großer bodentiefer Fensterflächen beste Sicht nach außen auf das Spielfeld. Dorthin, wo sich sonst die Profis von Bayer 04 mit den besten Mannschaften Deutschlands und Europas messen.
NIESEN für Containertransporte bestens gerüstet
Ob der morgendliche Blick auf rote Tribünen oder Rotwild fiel, die einhellige Meinung aller Teilnehmer lautete: »Ein einmaliges Erlebnis«. Wenn sich da kein neuer Trend entwickelt.
Mit der hauseigenen Technik wäre NIESEN aber für die Realisierung vieler weiterer Schlafplätze gerüstet. Und könnte so manche extravagante Idee anbieten. Für allerbeste Sicht in luftiger Höhe könnte der Wohncontainer etwa auch am Kran hängen. Nur Fliegen ist schöner …
Wohlfühlen sollen sich die Menschen und eine gute Auszeit zwischen den Arbeitsphasen erhalten. Was für die urlaubswilligen Kunden von trivago gilt, soll auch für die Mitarbeiter des global ausgerichteten Unternehmens zählen. Sport, Freizeitmöglichkeiten und bunte Themenzimmer erwarten die jungen Mitarbeiter beim schnell wachsenden »Reise-Riesen« …
1,4 Milliarden Hotelsuchende bei trivago
Trivago ist die weltweit größte Hotel-Suchmaschine und vor allem ein Vergleichsportal. Ob Schwarzwald, Paris, New York oder Bangkok: Wer nach der passenden Unterkunft für eine Reise sucht, wird bei trivago garantiert fündig. Dabei vergleicht die Plattform unterschiedlichste Online-Angebote und verschafft den 1,4 Milliarden Suchenden im Jahr einen breiten Kostenüberblick.
Gegründet wurde trivago als klassisches Startup erst 2005. Zu Beginn arbeitete eine Handvoll Mitarbeiter rund um die drei Gründer in Düsseldorf-Flingern. 2018 zählt das Unternehmen bereits 1.700 Mitarbeiter und erzielt Milliardenumsätze mit seinem Provisionsmodell für abgeschlossene Buchungen.
Paket 2: Kommissionierung der IT im NIESEN-Lager
Arbeiten wie im Silicon Valley
Fernab des deutschen Gründer-Hotspots Berlin und noch weiter entfernt von den Startups im Silicon Valley blickt trivago auf ein rasantes Wachstum zurück. Was eine moderne, mitarbeiterfreundliche Unternehmenskultur betrifft, stehen die Düsseldorfer ihren Kollegen aber in nichts nach. Dies wird im neuen trivago Campus im Medienhafen besonders deutlich.
Im Sommer 2018 wurde das brandneue Gebäude für 2.100 Mitarbeiter als neues Aushängeschild des beliebten Düsseldorfer Hafens bezogen. Die SOP Architekten entwarfen ein offen wirkendes Gebäudeensemble mit rundlich geschwungenem Grundriss und viel Fläche für die Begegnung der Mitarbeiter. Zu erzählen hat man sich schließlich genug bei trivago. So global das Unternehmen den Reisemarkt durchforstet, so vielfältig ist auch die Herkunft der Mitarbeiter. Menschen aus rund 70 Nationen gehören zu trivago. Und jeder kann seine Kultur auch am Schreibtisch zeigen. »Der Brasilianer stellt Figuren und sein Familienbild auf, der Thailänder einen halben Schrein«, verriet Mitgründer und Geschäftsführer Peter Vinnemeier der Rheinischen Post. Das vielfältige Miteinander ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg des Unternehmens, das jährlich bis zu 50.000 Bewerbungen aus allen Erdteilen erhält. Auch das Angebot an gutem Kantinenessen sowie sportlicher Betätigung macht trivago attraktiv. Die Tischtennis- oder Billardpartie zwischendurch ist ebenso drin wie Badminton, Yoga oder Fußball. Sogar ein Fitnessclub mit Umkleiden und Duschen lädt ein. Sport und Ausgleich sind also ausdrücklich erwünscht.
NIESEN begleitet trivago in neuen Campus
Auch die Mitarbeiter von NIESEN staunten nicht schlecht, als sie die Bilder der neuen Innenräume von trivago sahen. Das Umzugsunternehmen hatte den Zuschlag für den komplexen Firmenumzug ins neue Firmengebäude erhalten und durfte schon in der Bauphase hinter die künftigen Kulissen schauen. »Pop« bestimmte die Planung der Innenräume. Bunte Themenzimmer, Strandkörbe, Sonnendecks und Cafeterien würden auf die Mitarbeiter warten. Eine Arbeitsumgebung wie bei den anderen Global Playern im Silicon Valley eben.
NIESEN hatte nun den Auftrag, diese Vision in der ersten Jahreshälfte 2018 Wirklichkeit werden zu lassen. In mehreren Projektphasen sollte der neue Firmensitz in der Kesselstraße im Medienhafen bezugsfertig gemacht werden.
Paket 1: Koordination der Zulieferer und Gebäudeschutz
Eine wichtige Verantwortung lag in der Koordination der Neumöblierung und Haustechnik. Die Profis von NIESEN garantierten die sichere Annahme von Möbeln oder auch Küchenelementen. Im Zeitraum von Februar bis Mitte Juni stand täglich mindestens ein Lieferkoordinator bereit, um sämtliche Prozesse zu überwachen. Auch der Schutz der Immobilie lag im Aufgabenbereich der Logistiker: Ganze 7.000 der insgesamt rund 26.000 Quadratmeter Bürofläche wurden mit Schutzplatten und Bodenvlies ausgelegt, was recht genau einem Fußballfeld entspricht. Ausschließlich Rollwagen auf Gummirollen kamen zum Einsatz, um die neu angelieferten Waren der Zulieferer in die Bestimmungsräume zu bringen.
Paket 2: Kommissionierung der IT im NIESEN-Lager
Auch bei der IT-Ausstattung konnte das Umzugsunternehmen einen großen logistischen Beitrag leisten. Nichts ist für ein Online-Business schließlich wichtiger als die effiziente Infrastruktur, was Computer und Server betrifft. So übernahm NIESEN die neu angeschaffte EDV-Technik für trivago in die eigenen Lager in Leverkusen, um die rund 1.500 Monitore dort zu kommissionieren. Entsprechend der Umzugstaktung konnten die einzelnen Chargen jeweils pünktlich nach Düsseldorf transportiert und ins Gebäude eingebracht werden. Hier sorgte NIESEN in Kooperation mit Fachleuten für die sachgerechte Installation der technischen Systeme.
Paket 3: Der Büroumzug in zwei Phasen
Last not least folgte der Umzug aus den drei bisherigen Standorten in Düsseldorf: Benningsen-Platz, Karl-Arnold-Platz und Kennedydamm. Zwei jeweils zweitägige Umzugstermine im Juni mussten NIESEN genügen, um die Arbeitsplätze der rund 1.200 Angestellten an den Rhein zu bringen. Ein gut durchdachtes Nummernsystem leitete die Umzugsprofis an, so dass Mobiliar, Technik oder Akten präzise in die Zielräume gelangten.
Nach einigen Nacharbeiten war trivago Anfang Juli vollkommen betriebsbereit am neuen Standort – pünktlich zur Ferienzeit, wo sicherlich ein hohes Suchvolumen auf dem Hotel-Vergleichsportal liegt. Ob und wo die Mitarbeiter von trivago Urlaub machen, kann nicht gesagt werden. Sicher ist: Im fast hotelartigen neuen Firmensitz direkt am Rhein wird auch bei der Arbeit so manches Urlaubsgefühl aufkommen.
Seit rund 30 Jahren unterstützt NIESEN die Werkstätten der Lebenshilfe in Leverkusen. Diese bieten in vier regionalen Betriebsstätten insgesamt 756 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung. Der Logistiker transportiert seit jeher die Produkte, die hier verpackt oder verarbeitet werden, in die gesamte Region. Man kann also von einer engen und vertrauensvollen Partnerschaft über Jahrzehnte sprechen.
Um die Lebenshilfe weiter zu unterstützen, schlug Klaus Niesen vor, die Seiten eines neu angeschafften LKWs als kostenlose Werbefläche bereitzustellen. Immerhin fährt der Lastwagen täglich durch die Straßen Leverkusens und bietet insgesamt zirka 28 qm, die als Infofläche genutzt werden können – was ungefähr drei großformatigen Plakaten entspricht, wie man sie vom Straßenrand kennt.
Tiere statt Logos
Sah Niesens Idee noch vor, die Lebenshilfe direkt zu bewerben, etwa indem Logos platziert werden, hatte Alexander Marasch einen anderen Vorschlag. Der Geschäftsführer der Lebenshilfe schlug vor, die Flächen doch zur Bewerbung des Wildparks Leverkusen zu nutzen. Schließlich würde der Park von einer Tochtergesellschaft der Lebenshilfe bewirtschaftet – dem Unternehmen »Integral« – und sei »untrennbar mit den Werkstätten der Lebenshilfe verbunden«.
Geplant, getan. NIESEN ließ den neuen Mercedes Atego großflächig mit Tierbildern aus dem Wildpark folieren. Bei der Taufe des LKWs schauten zwei riesige Zicklein und ein Otter auf die Betrachter. »Bislang hatten wir auf einigen LKWs Kundenbeschriftungen, aber in diesem Ausmaß ist es ein absolutes Unikat in unserer Flotte«, bekundete Klaus Niesen.
Und auch den Kindern von Alexander Marasch und Markus Kalcker, Prokurist bei NIESEN, gefielen die Motive auf dem tierisch praktischen LKW. »Die Otter-Seite gefällt mir besonders gut«, bekannte Felix Kalcker.
Die metallene »Sprechblase« als Nachfolgerin der «Eggs of Petri«
Lange warteten die Studenten der Erasmus Universität Rotterdam auf ihre neue Skulptur, eine Nachfolgerin der »Eggs of Petri« …
Die »Eier« waren jahrzehntelang ein beliebter Ort für Studierende aus ganz Europa, um sich fotografieren zu lassen: ein Ensemble aus mehreren runden und linsenförmigen Betonformen im grünen Park Noord direkt bei der Universität. Bei Sanierungsarbeiten des Campus wurden die »Eggs of Petri« vor Jahren aber demontiert.
Als würdigen Ersatz für die verschwundenen Eier hatte Künstlerin Kathrin Schlegel eine große, Blob-artige Metallform entworfen, in der sich die Umgebung kristallklar spiegelt. 6,30 Meter hoch und mit ihren fließenden Formen wie aus einem Stück gefertigt, gibt die Arbeit dem Park ein neues Zentrum. Die Form erinnert an die Gedankenwolken aus Comics und nennt sich folgerichtig: »Sprechblase«.
Viele Beteiligte und ein sicherer Kunsttransport
Fünf Jahre Verzögerung bis zur Montage
Ursprünglich war die Ankunft der neuen Skulptur schon für 2013 geplant. Fünf Jahre verzögerte sich die Installation jedoch, so dass es erst 2018 zur Montage kam. Grund dafür war keineswegs eine Verzögerung bei der Künstlerin oder in der Produktion bei der Kunstgießerei Kayser. Vielmehr war es die Einbeziehung eines historischen, 300 Jahre alten Sockels in das Gesamtensemble.
Künstlerin Schlegel hatte den Sockel, der von 1677 bis 1963 als Fuß der Erasmus-Statue in Rotterdam diente, als Pendant zu ihrer Arbeit eingeplant. Die Betrachter sollten sich auf den alten Sockel stellen können, um aus einer erhöhten Perspektive auf die »Sprechblase« zu schauen. So sollten die Besucher des Parks buchstäblich in die Fußstapfen von Erasmus treten – dem berühmten Gelehrten der Renaissance und Namensgeber der Universität.
Das Konzept gelang, wenn auch mit fünfjähriger Verzögerung. Der Tod zweier Verantwortlicher des Kunst Departments und Restaurierungsarbeiten drückten den Zeitplan nach hinten. Außerdem erdachte die Künstlerin eine Vitrine, die den historischen Sockel umgeben und schützen sollte, wenn Menschen auf ihm stehen.
Viele Beteiligte und ein sicherer Kunsttransport
Seit Juli 2018 steht das markante Ensemble nun öffentlich zugänglich im Park Noord. Die Kooperation vieler Beteiligter schloss den langjährigen Prozess ab.
Bei der Kunstgießerei Kayser im Düsseldorfer Medienhafen wartete die »Sprechblase« auf ihren Transport nach Rotterdam. Mit der Produktionserfahrung von Skulpturen etwa für Anthony Cragg oder Richard Deacon (Links) hatten die etablierten Experten auch die neue Edehlstahl-Skulptur ohne Makel geformt.
Am 25. Juni rückte die Kunstspedition NIESEN mit dem hauseigenen Kran-LKW an, um das 6-Tonnen-Gebilde an den Bestimmungsort zu überführen. Nicht im Alleingang jedoch, denn der überbreite, nächtliche Sondertransport erforderte neben einer Polizeibegleitung durch Düsseldorf auch wechselnde Begleitfahrzeuge in Deutschland und den Niederlanden.
Vor Ort in Rotterdam hatten die Vorbereitungen der Montage schon einige Tage und Wochen zuvor begonnen. Als der Kunsttransport von NIESEN am 26. Juni eintraf, fanden die Spediteure den fertig gegossenen Sockel vor, auf dem die »Sprechblase« montiert werden sollte. Auch die umliegende Grünfläche war von NIESEN großzügig mit stabilen Metallplatten ausgelegt worden, um dem Kran-Fahrzeug eine Zufahrt zu schaffen, festen Halt zu geben und den Boden zu schonen.
Der Rest der Arbeiten war schließlich fast Routine. Unter Aufsicht von Künstlerin Kathrin Schlegel wurde die Skulptur zentimetergenau platziert – gemeinsam mit den Experten der Kunstgießerei Kayser dann fest auf dem Betonsockel montiert.
Ein neuer Ort der Reflektion
Die verlängerte Wartezeit dürfte sich für die Rotterdammer Studenten und Bürger gelohnt haben. Ein neues Wahrzeichen der Universität und Stadt war geschaffen, das den »Eggs of Petri« in seiner ikonischen Qualität in nichts nachsteht. Vor der Sprechblase stehend sollen die Betrachter zu einer Auszeit kommen und »ihre Gedanken reflektiert sehen«, so eine Beschreibung des Kunstwerks. Und als Fotomotiv eignet sich die »Sprechblase« ohnehin.
Vielseitiger Treffpunkt für Autobegeisterte und Schumacher-Fans
Die Zutaten der neuen Motorworld Köln – Rheinland lassen für Automobil- und Rennsportbegeisterte kaum Wünsche offen. Seit Juni 2018 öffnet sich der Hotspot für Automobilkultur ganzjährig als Treffpunkt für Kenner und Liebhaber. Auf 50.000 qm können ausgefallene Oldtimer, Youngtimer, Luxusschlitten oder Bikes bestaunt und diskutiert werden. Eigentümern von Fahrzeugen bietet die Motorworld moderne Glasboxen als »Garage« – die gleichzeitig als Ausstellungsraum fungieren, um anderen Kennern den eigenen Schatz zu präsentieren. Spezialisierte Werkstätten, Shops und Gastronomie sind gleich angeschlossen.
Auch der TÜV Rheinland eröffnet vor Ort eine Anlaufstelle und bietet seine Expertise zur Bewertung und Abnahme von Oldtimern an. »Wir freuen uns sehr auf die Motorwold Köln – Rheinland. Denn dieser Treffpunkt für Automobilliebhaber passt exakt zu unserem Verständnis von historischen Fahrzeugen«, so Markus Hupperten, Oldtimerexperte beim TÜV Rheinland.
Ein besonderes Highlight ist die offizielle Sammlung an Original-Erinnerungsstücken von Formel-1-Legende Michael Schumacher. Auf 1.000 qm verteilt sich die Michael Schumacher Private Collection als »Dankeschön der Familie Schumacher an die vielen Fans von Michael und des Motorsports«, wie Sabine Kehm, Managerin der Schumachers erläutert. Die Ausstellung sei »nur wenige Kilometer von Michaels Heimatstadt entfernt« und gut eingebettet in ein Umfeld, das die »Liebe zum Automobil« atmet.
NIESEN Stage Truck Teil der Eröffnungsfeier
Bei so vielen Attraktionen verwundert es nicht, dass die Eröffnungsfeier am Wochenende des 16. und 17. Juni ein voller Erfolg wurde. Neugierige und Autokenner gleichermaßen strömten zum Butzweilerhof, um Kölns neuen Automobil-Hotspot zu erkunden.
Mit von der Partie war NIESEN. Stellt die Sparte Automotive mit umfassenden Services für Autozulieferer und Autohäuser einen wichtigen Schwerpunkt im Portfolio des Logistikers dar, ist die thematische Nähe zur Motorworld offenkundig. NIESEN engagiert sich außerdem aktiv im Motorsport, vor allem in der VLN Rennserie, wo das Team Ring Racing vom Unternehmen unterstützt wird. Und auch der Promo Truck von NIESEN ist ein beliebter Gast auf Events rund ums Auto: die mobile Präsentationskabine wird beispielsweise gerne vom TÜV Rheinland für Autoshows gebucht.
So war der Promo Truck von NIESEN auch Teil des Eröffnungskonzepts der Motorworld. Im Innern der Kabine fanden Präsentationen des TÜVs statt und auch der eine oder andere Kaffee konnte zur Stärkung getrunken werden.
Wir freuen uns über die neue Attraktion in Köln und können einen Besuch nur empfehlen!
Es war wieder soweit. Am 10. Mai begann sich die Rennsportszene am Nürburgring zu versammeln. 190 Rennboliden und seriennahe Tourenwagen wurden in die Teamboxen gefahren, um sich auf das 24-stündige Rennen von Samstag auf Sonntag vorzubereiten. Techniker prüften letzte Einstellungen ihres Materials, Fahrer bereiteten sich auf die Qualifyings vor. Währenddessen errichteten die ersten Fans schon ihre Zelte, um keinen Augenblick des jährlichen Spektakels zu verpassen. Immerhin ist das ADAC Zurich 24-Stunden-Rennen kein Geheimtipp unter Eigeweihten, sondern ein Mekka für Rennsportbegeisterte aus der ganzen Welt. Ein Grund dafür ist der herausfordernde Streckenabschnitt am Nürburgring: Umgeben von Wäldern wird die sogenannte Nordschleife auch gerne als »Grüne Hölle« bezeichnet.
Mittendrin im Trubel konnte man auch 2018 wieder das Team Novel Ring Racing Baumann Niesen unter der Führung von Uwe Kleen beobachten. Mit den beiden seriennahen Toyota-Rennern Lexus RC-F und IS-F sowie acht Fahrern wollte man die eigene Leistung in einem starken Konkurrenzfeld wieder unter Beweis stellen.
Unterstützung findet das Team seit Jahren in den befreundeten Firmen NIESEN Automotive und Baumann, die sich beide für den Rennsport interessieren und durch die betriebliche Ausrichtung auch auf den Bereich Automobil spezialisiert sind. Die Logistiker tragen somit zu den vergangen Erfolgen des deutsch-japanischen Teams Ring Racing bei – und hofften auch 2018 wieder auf gute Platzierungen.
Am Samstag um 15.30 Uhr durften die Fahrer der beiden Toyota-Fahrzeuge mit den Startnummern 42 und 43 schließlich Gas geben. Das offizielle 24-Stunden-Rennen war gestartet. Schichtweise in wechselnden Cockpitbesetzungen fuhren die sechs Japaner und beiden Deutschen durch die Nacht dem Sonntag entgegen. Nach 24 konzentrierten Stunden in der »Grünen Hölle« konnte man am frühen Nachmittag dann feiern. Beide Fahrzeuge schafften es über die volle Zeit und fuhren ins Ziel. Ein Erfolg schon für sich! Immerhin erschwerten die Wetterverhältnisse das Fahren, und schon kleinste Fehler können gnadenlos durch Ausfälle bestraft werden. Aber auch die Platzierung stimmte: In der Klasse SP8 fuhr das Team die Plätze 2 und 3 ein.
Rennen und Wertungen
Gemeinsam durch die VLN-Rennserie
Die gesamte Saison bietet dem Team Novel Ring Racing Baumann Niesen aber noch mehr Herausforderungen. Im Rahmen der VLN Langstreckenmeisterschaft – der größten Breitensportserie der Welt – stehen weitere Rennen in der Nordschleife auf dem Plan.
Vor dem 24-Stunden-Rennen nahm man bereits erfolgreich an der 64. ADAC Westfalenfahrt sowie dem 43. DMV 4-Stunden-Rennen teil. Am 23. Juni folgte der 60. ADAC ACAS H&R-Cup in der schönen Eifeler Landschaft am Nürburgring.
Fahrer
Lexus RC-F
Lexus IS-F
Kota Sasaki (JPN) Hiroki Yoshimoto (JPN) Dominik Farnbacher (DEU) Mario Farnbacher (DEU)
Es war wieder soweit. Am 10. Mai begann sich die Rennsportszene am Nürburgring zu versammeln. 190 Rennboliden und seriennahe Tourenwagen wurden in die Teamboxen gefahren, um sich auf das 24-stündige Rennen von Samstag auf Sonntag vorzubereiten. Techniker prüften letzte Einstellungen ihres Materials, Fahrer bereiteten sich auf die Qualifyings vor. Währenddessen errichteten die ersten Fans schon ihre Zelte, um keinen Augenblick des jährlichen Spektakels zu verpassen. Immerhin ist das ADAC Zurich 24-Stunden-Rennen kein Geheimtipp unter Eigeweihten, sondern ein Mekka für Rennsportbegeisterte aus der ganzen Welt. Ein Grund dafür ist der herausfordernde Streckenabschnitt am Nürburgring: Umgeben von Wäldern wird die sogenannte Nordschleife auch gerne als »Grüne Hölle« bezeichnet.
Mittendrin im Trubel konnte man auch 2018 wieder das Team Novel Ring Racing Baumann Niesen unter der Führung von Uwe Kleen beobachten. Mit den beiden seriennahen Toyota-Rennern Lexus RC-F und IS-F sowie acht Fahrern wollte man die eigene Leistung in einem starken Konkurrenzfeld wieder unter Beweis stellen.
Unterstützung findet das Team seit Jahren in den befreundeten Firmen NIESEN Automotive und Baumann, die sich beide für den Rennsport interessieren und durch die betriebliche Ausrichtung auch auf den Bereich Automobil spezialisiert sind. Die Logistiker tragen somit zu den vergangen Erfolgen des deutsch-japanischen Teams Ring Racing bei – und hofften auch 2018 wieder auf gute Platzierungen.
Am Samstag um 15.30 Uhr durften die Fahrer der beiden Toyota-Fahrzeuge mit den Startnummern 42 und 43 schließlich Gas geben. Das offizielle 24-Stunden-Rennen war gestartet. Schichtweise in wechselnden Cockpitbesetzungen fuhren die sechs Japaner und beiden Deutschen durch die Nacht dem Sonntag entgegen. Nach 24 konzentrierten Stunden in der »Grünen Hölle« konnte man am frühen Nachmittag dann feiern. Beide Fahrzeuge schafften es über die volle Zeit und fuhren ins Ziel. Ein Erfolg schon für sich! Immerhin erschwerten die Wetterverhältnisse das Fahren, und schon kleinste Fehler können gnadenlos durch Ausfälle bestraft werden. Aber auch die Platzierung stimmte: In der Klasse SP8 fuhr das Team die Plätze 2 und 3 ein.
Rennen und Wertungen
Gemeinsam durch die VLN-Rennserie
Die gesamte Saison bietet dem Team Novel Ring Racing Baumann Niesen aber noch mehr Herausforderungen. Im Rahmen der VLN Langstreckenmeisterschaft – der größten Breitensportserie der Welt – stehen weitere Rennen in der Nordschleife auf dem Plan.
Vor dem 24-Stunden-Rennen nahm man bereits erfolgreich an der 64. ADAC Westfalenfahrt sowie dem 43. DMV 4-Stunden-Rennen teil. Am 23. Juni folgte der 60. ADAC ACAS H&R-Cup in der schönen Eifeler Landschaft am Nürburgring.
Fahrer
Lexus RC-F
Lexus IS-F
Kota Sasaki (JPN) Hiroki Yoshimoto (JPN) Dominik Farnbacher (DEU) Mario Farnbacher (DEU)
Künstler Markus Lüpertz verwandelt Mythos der »Daphne«
In der griechischen Mythologie wird die Bergnymphe Daphne zum Opfer. Der Gott Apoll hatte den Liebesgott Eros als schlechten Schützen verspottet, woraufhin der Beleidigte zwei Pfeile auf Apoll und Daphne abschoss. Der Pfeil auf Apoll bewirkte, dass er sich in Daphne verliebte. Bei Daphne erzielte der Treffer die umgekehrte Wirkung: Sie war der Liebe von Apoll fortan abgeneigt. Erschöpft von der andauernden Werbung Apolls, ließ sich Daphne in einen Lorbeerbaum verwandeln. Zum Gedenken an seine Geliebte trug der verschmähte Gott des Lichts seitdem einen Lorbeerkranz um die Stirn. So will es der Mythos.
Bei Markus Lüpertz wandelt sich das Bild der Daphne zu einer selbstbewussten Frau, die über Apoll triumphiert. Ein Jahr hatte sich der Künstler intensiv mit seiner ureigenen Interpretation der mythischen Figur beschäftigt. Er fertigte Hunderte Skizzen, Zeichnungen, Aquarelle, Radierungen und kleinformatige Probearbeiten der »Daphne« an. 2003 wurde seine Variante in einer Auflage von drei Exemplaren in Bronze gegossen.
Man sieht eine aufrechte und körperbetonte Frauengestalt, angelehnt an einen Baum und unbeirrt in die Ferne schauend. Unter ihrem Fuß liegt der Kopf des unterlegenen Apoll. Mit einer Höhe von 3,60 m überragt die Figur auch jeden sonstigen Betrachter – im für Lüpertz typischen Stile eines leicht deformiert wirkenden Bronzekörpers, der stellenweise von Hand koloriert ist.
Kunsttransport mit Spezialequipment
Daphne blickt in die Weitläufigkeit des Schwarzwalds
Im Laufe der letzten 15 Jahren konnten die Daphne-Skulpturen bereits an vielen Orten betrachtet werden. Beispielsweise in der Bremer Innenstadt, im Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg oder im Baseler Schützenmattpark.
Seit April 2018 können wandererprobte Menschen auch in der Landschaft bei Freiburg eine Daphne anschauen. Die Jill Lüpertz Gallery ließ eine der Skulpturen auf das grüne Grundstück eines Privatkunden transportieren. Hier blickt die Bergnymphe seitdem in die weitläufige Umgebung der vom Schwarzwald geprägten Felder und Wälder.
Kunsttransport mit Spezialequipment
Für den Transport der rund eine Tonne wiegenden Skulptur wurde die Kunstspedition NIESEN beauftragt. Schon oft hatten die Profis in der Vergangenheit großformatige Skulpturen an viele Orte in ganz Europa transportiert. Auch die mehrere Tonnen schweren Arbeiten »Herkules« und »Echo des Poseidon«, ebenfalls von Markus Lüpertz, waren erfolgreich von NIESEN transportiert, gehoben und montiert worden. Der Transport auf die grünen Wiesen erforderte aber nochmals eine eigene Präzision und Herangehensweise.
Eine Herausforderung bestand darin, dass keine direkten Zufahrtswege zum Ort der Platzierung vorhanden waren. Das Gelände präsentierte sich zudem sehr steil. Spezialequipment war deshalb nötig, um die überdimensionale Skulptur auf den letzten Metern zu befördern. So setze NIESEN auf einen Teleskopstapler, der die Daphne sicher über einen Feldweg an das Grundstück der Aufstellung brachte, um die Bronze dann mit einem Minikran auf den vorbereiteten Betonsockel zu heben.
Ein weiterer kleiner Triumph war geglückt: Die moderne Interpretation der mythischen Figur hatte auch dieses unebene Gelände überwinden können. Fortan erleben die Betrachter auch in Baden-Württemberg eine gewandelte Daphne, die mit der antiken Rolle nur noch wenig gemein hat.
Jahrzehntelang wurden Mitarbeiter und Besucher der Deutschen Bundesbank in Bochum von der »großen Steinskulptur« begrüßt. Ein Massiv aus fünf Tonnen Muschel-Kalk-Gemisch, 3,80 m hoch, wartete auf der Grünfläche vor dem Eingang. Das Werk arrangierte verschiedene Quader zu einem spannungsvollen Arrangement. Der Betrachter konnte deuten, dass die puritanische Erscheinung auf die sachliche Tätigkeit der Bankeninstitution hinweist.
Im Frühjahr 2018 sollte die Skulptur des Künstlers Hans Steinbrecher schließlich auf die Reise nach Hannover gehen. Dort würde sie vor der dortigen Filiale der Bundesbank eine neue Wirkungsstätte finden.
Der Transport bedurfte einer präzisen Vorbereitung und etwas Geduld. Um Schäden und einen Bruch zu vermeiden, verkleideten die Kunstspediteure von NIESEN den kompletten Stein. Passgenau wurde eine Ummantelung aus Holz angebracht, so dass sich die enormen Zugkräfte, die beim Hub entstehen, gleichmäßig auf die Skulptur verteilen. Um das Kunstwerk von seinem alten Fundament zu trennen, setzten die Profis auf eine spezielle Betonkreissäge mit dem Durchmesser von einem Meter. Zweieinhalb Stunden arbeitete sich die Säge durch den Stein, bis ein sauberer Schnitt vorhanden war.
Im Anschluss hatte das spezielle Kranfahrzeug von NIESEN leichtes Spiel, um den schweren Block zu heben. Sicher verladen gelangte die »große Steinskulptur« nach Hannover, wo sie in Zukunft präsent ist.
Anspruchsvolle Künstler wenden sich immer wieder an die Düsseldorfer Kunstgießerei Schmäke, um markante Skulpturen und Plastiken herstellen zu lassen. Der 18 Meter hohe Herkules, der seit 2010 über Gelsenkirchen thront, erblickte hier ebenso das Licht der Welt wie die Martinssäule, die in der Düsseldorfer Altstadt an den teilenden St. Martin erinnert. Seit 1926 produziert die Gießerei für internationale Größen wie Markus Lüpertz, Anthony Cragg oder Richard Deacon. Viele Arbeiten von Rang sind im Auftrag der Künstler hergestellt worden.
Seit dem 18. März würdigt das Stadtmuseum Düsseldorf die jahrzehntelange Arbeit des Familienbetriebs in einer viermonatigen Ausstellung. Die Kuratoren bringen »das Unternehmen ins Museum: mit Akten, Büchern und Fotos aus dem Firmenarchiv sowie Werken der Künstlerinnen und Künstler, die mit der Kunstgießerei über viele Jahrzehnte zusammengearbeitet haben«. Die vielseitige Schau lädt ein zum »Berühren und Studieren«, wie die Institution hervorhebt. Denn eines eint die Tätigkeit der Kunstgießerei: Sie erschafft haptische Werke, die durch echte Materialität und ausdrucksstarke Formen überzeugen – im widerspenstigen Kontrast zur digitalisierten Welt, könnte man meinen.
Die Perspektive des Kunstspediteurs
Eine Gemeinsamkeit findet sich bei vielen Arbeiten auch etwas abseits der vordergründig künstlerischen Aufmerksamkeit: bei der Logistik. Die Kunstspedition NIESEN verlud viele großformatige Skulpturen bei Schmäke, transportierte sie an den Bestimmungsort und übernahm häufig auch die finale Montage. Oft wird NIESEN schon in der Entstehungsphase der Arbeiten hinzugezogen. Ein 18 Meter hoher Herkules aus Aluminium kann eben nicht »am Stück« von Düsseldorf auf einen 90 Meter hohen Turm in Gelsenkirchen gelangen. Da wollen Künstler und Kunstgießerei gleich zu Beginn der Arbeiten besprechen, wie die Einzelteile für Transport und Montage am besten produziert sein sollten.
So war NIESEN vom Stadtmuseum geladen, um die Würdigung der Kunstgießerei um die Perspektive des Kunsttransporteurs zu ergänzen. Immerhin stellen sich die logistischen Arbeiten zwischen Herstellung und Ausstellungsort als Teil der Produktionskette dar. Was auf diesem Weg passiert, verschließt sich dem normalen Betrachter aber für gewöhnlich. Im Kunstmuseum erhält der Besucher neben tiefen Einblicken in die Produktion von Schmäke so auch einen kleinen Eindruck aus den Prozessen der Kunstspedition.
Ein vielseitiges Rahmenprogramm
Fotos aus flüchtigen Momenten der Kunstproduktion
Ein schwebender Riesenkopf aus Bronze am Kran. Eine meteorartige Skulptur am Haken, die zwischen Lichtstrahlen ihre Position im Wald sucht. Oder der Herkules, der langsam am Seil in die Höhe gezogen wird – davor der Künstler Markus Lüpertz stehend. Diese Eindrücke aus den flüchtigen Momenten vor der endgültigen Installation bieten sich dem Besucher der Ausstellung in einem Fotoordner, den NIESEN für die Schau produzierte. Man erkennt in den Bildern die Sorgfalt und Konzentration bei den Logistikarbeiten. Und kann womöglich nachvollziehen, wie erleichtert alle Beteiligten sind, wenn eine aufwändig produzierte Skulptur sicher am endgültigen Standort montiert ist.
Ein vielseitiges Rahmenprogramm
Am 18. März fand die Vernissage zur Ausstellung »Die Geschichte der Kunstgießerei Schmäke« im Beisein von Prof. Karl-Heinz Schmäke statt, der die Kunstgießerei in dritter Generation führt. Thomas Geisel, Oberbürgermeister von Düsseldorf richtete ein Grußwort an die Anwesenden. Weiterhin sprachen Dr. Susanne Anna, die Direktorin des Stadtmuseums, sowie Markus Lüpertz als langjähriger Weggefährte von Schmäke. Ein vielseitiges Rahmenprogramm ergänzt die Ausstellung. So können Interessierte beispielsweise die Werkstätten der Kunstgießerei besichtigen. Die Ausstellung läuft bis zum 29. Juli 2018.
IT und Serverstruktur sind Grundlage moderner Arbeit
Folgerichtig: Verstärkung der IT-Umzüge
Digitale Arbeitsplätze.
Arbeitsplätze der Zukunft wandeln sich. Zunehmend geringer wird die Anzahl klassischer Büroplätze, wo Mitarbeiter am festen Platz vor einem großen Aktenregal sitzen. Die Arbeit verschiebt sich. Google etwa macht es schon vor: Hier geht es hin zu mobilen Plätzen, wo der Arbeitnehmer oder die Teams selbst entscheiden, an welchem Ort im Gebäude sie dem Tagesgeschäft nachkommen sein möchten. Oft darf auch von zuhause oder im Café gearbeitet werden. Hauptsache, die Leistung stimmt. Die Digitalisierung und eine stabile Struktur technischer Komponenten für die reibungslose Kommunikation machen es möglich. In der Folge werden in Zukunft deshalb wohl auch Schreibtischensembles seltener umgezogen – und stattdessen vermehrt umfangreiche Hardware.
Digitales Büro & Big Data.
Überhaupt sind Unternehmen in Zeiten von Big Data mehr und mehr auf eine starke digitale Infrastruktur angewiesen. Für Konzerne, die riesige Mengen an Kundendaten verwalten, ist deren Funktionalität Lebensgrundlage. So betreiben immer mehr Firmen einen hauseigenen Serverpark, der unter eigener Kontrolle steht. Insofern »expandieren« die Unternehmen in Richtung Digitalisierung. Ein Trend, der auch im Mittelstand zunehmend einsetzt. Bei einem Standortwechsel kommt dem Umzug der IT deshalb eine neue Bedeutung zu. Große Unternehmen ziehen nicht mehr »ein paar PCs« um, sondern hochsensible Hardware, an denen teils auch die Firmenexistenz hängt.
Sicherheit.
Dabei spielt die Sicherheit selbstverständlich eine große Rolle. Nicht nur beschädigte Hardware bedroht die Datensicherheit, auch der Zugriff Unbefugter muss unterbunden werden. Durch hohe Schutzmaßnahmen nicht nur online, sondern auch offline.
Folgerichtig: Verstärkung der IT-Umzüge
Als Logistiker, der seit Jahrzehnten umfangreiche Firmenumzüge durchführt, hat sich NIESEN immer auf Veränderungen der Arbeitsumgebungen eingestellt. Aus diesem Grund verstärkt NIESEN das Geschäftsfeld der IT- und Servertransporte neben dem Büroumzug. Mit hoher Effizienz und größter Professionalität widmen sich die Teams des Leistungsbereichs allen Anforderungen, die an moderne Serverumzüge gestellt werden.
Umzug von tausend Servern und Komponenten für Versicherer
So führte NIESEN beispielsweise im Frühsommer 2017 den Transport von rund 1.000 Servern und IT-Komponenten für einen großen Versicherer durch. Die Leistung umfasste den kompletten Service von der Planung über den Transport in absolut sicheren Behältnissen bis hin zu Installationsarbeiten.
Die umfangreich geschulten Spezialisten sorgten für eine genaue Erfassung der technischen Daten und Seriennummern, bevor die fachmännische Demontage der Serverracks und IT-Komponenten begann. Sämtliche Bauteile wurden einzeln in antistatische Schutzfolie verpackt und in stoßsicher in Rollcontainern gestapelt. Zurrgurte und gepolsterte Zwischenböden garantierten einen festen Halt des sensiblen Umzugsguts. Für die Kontrolle des erschütterungsfreien Transports befanden sich Shockwatches an jeder Transporteinheit. Plomben verhinderten den Zugriff Unbefugter während des weiteren Umzugsverlaufes.
Der Transport selbst wurde ausschließlich in luftgefederten LKWs mit klimatisierten Wechselbrücken abgewickelt. GPS-Überwachung sorgte für den laufenden Überblick über den aktuellen Status des Transports – Tracking-Protokoll von Fahrzeit, Route, Quer-beschleunigung und Verzögerungswerten inklusive.
Für den Versicherer wurde der IT-Umzug auf diese Weise zur fest kalkulierbaren Größe. Kommunikationsausfälle gab es aufgrund guter Umzugsplanung keine und sämtliche Hardware konnte am neuen Standort problemlos wieder »ans Netz« gehen.
Übersicht unserer Leistungen beim IT- und Serverumzug
• Sorgfältige Planung aller Steps • Deinstallation, Reinstallation und Dokumentation • Sorgfältige Verpackung inklusive antistatischer Polsterungen • Stabile Transportmittel • Verplombung inklusive Barcode • Einsatz von Shockwatches mit gewichtsabhängigen Auslösefaktoren • Stoßsicherer Transport in voll luftgefederten Fahrzeugen • GPS-Überwachung der Fahrzeit/ Route/Querbeschleunigung und Verzögerungswerten • Klimatisierte Transport-Wechselbrücken nach Ashray Anforderung von 18°C bis 27°C • Zuordnung am neuen Standort • Dokumentation Transportverlauf inklusive Tracking-Protokoll • Option: Einbau & Wiederanschluss • Option: Gestellung von Wachpersonal zertifiziert nach VDS Klasse A, B und C • Überwachung der Be- und Entladung sowie Transportbegleitung
Schnittstelle zwischen Sparkassen, Politik und Menschen
Dem Rheinischen Sparkassen- und Giroverband (RSGV) kommen vielfältige Aufgaben zu. Zusammenfassen ließe sich das Spektrum als Schnittstellenarbeit zwischen Sparkassen, Politik und Menschen. So steht der Dachverband und Interessenvertreter der rheinländischen Sparkassen in engem Kontakt zur Politik auf Kommunal- und Landesebene. Als Berater der Landesregierung sorgt der Verband dafür, dass sowohl die Institution als auch Sparer Gehör finden. In anderer Richtung berät das Organ die angeschlossenen Mitgliedsparkassen etwa in geschäftspolitischen und rechtlichen Fragen oder organisiert übergeordnete Werbemaßnahmen und Messeauftritte.
NIESEN zieht 200 Arbeitsplätze in Ausweichquartier
Ein modernisiertes Hauptgebäude entsteht
Um den Mitarbeitern des RSGV auch in Zukunft eine moderne Arbeitsumgebung bereitzustellen, beschloss der Verbandsvorstand eine Generalsanierung des Hauptgebäudes. 2015 begann die offizielle Planungsphase. Die Planer berücksichtigten dabei nicht nur die Erneuerung sämtlicher funktionaler und sicherheitsrelevanter technischer Objekte, sondern legten auch ein besonderes Augenmerk auf Nachhaltigkeit und den Einsatz regenerativer Energien. 2020 soll der RSGV das modernisierte Gebäude wieder beziehen können.
NIESEN zieht 200 Arbeitsplätze in Ausweichquartier
Für die Zeit der Sanierungsmaßnahmen suchten die Verantwortlichen des RSGV nach einem Ausweichquartier. Fündig wurden sie in der Parsevalstraße in Düsseldorf-Unterrath. Der Büropark P² bietet den Zwischenmietern auf rund 5.400 m² Bürofläche genug Platz für die künftige Arbeit. Gut angebunden an das öffentliche Verkehrsnetz und in direkter Nähe zu den Autobahnen A52 und A44 erreichen die Mitarbeiter den Arbeitsplatz bequem.
Im November 2017 fand schließlich der Büroumzug statt. NIESEN war im Alleinauftrag mit der Aufgabe vertraut: Der Logistiker sollte sowohl die Arbeitsplätze und Aktenarchive für 200 Mitarbeiter umziehen als auch das komplette Interieur von Küche und Kantine in das provisorische Gebäude verlagern. Wurden die Büromöbel größtenteils auf konventionellem Wege durch die Treppenhäuser bewegt, setzte NIESEN für größeres Umzugsgut auf das bewährte »Kran-Containersystem«. Das in den 1990ern als hauseigene Innovation entwickelte Konzept sieht vor, dass die Transportcontainer per Kran an die Außenfassade gehoben und über die Fenster be- und entladen werden können. Insbesondere für sperrige Objekte – in diesem Fall große Teile und Geräte für Küche und Kantine – eignet sich das System. Enge Treppenhäuser werden umgangen, Immobilie und Umzugsgut bleiben geschont.
Auf diesen Wegen gelang der Büroumzug wie in der Umzugsplanung vorgesehen. Der RSGV konnte seine Arbeit pünktlich fortsetzen, während am alten Gebäude die Arbeiten intensiviert wurden, um die Immobilie in einen Topzustand zu versetzen.
Symbolbild oben: Pressearchiv Deutscher Sparkassen Giroverband
Glücklicherweise handelte es sich am 24. Oktober nur um einen Testlauf. Der Kölner Rheinpegel lag im Normalbereich und so musste kein Anwohner eine Überschwemmung fürchten. Immer wieder tritt erfahrungsgemäß aber der Ernstfall ein, zuletzt bei den Jahrhunderthochwassern 1993 und 1995. Hier traf es auch die Hitdorfer hart, als deren Keller überschwemmt waren.
Eine Kombination aus fester und mobiler Hochwasserschutzwand soll die Bürger seitdem vor derartigen Bedrohungen bewahren. Bis zu einem Wasserstand von 9,80 m Kölner Pegel schützt eine dauerhafte Betonmauer vor dem Wasser. Zeichnet sich ab, dass der Pegel noch weiter steigt, wird eine mobile Schutzwand zeitweise aufgesattelt, die sogar vor einer Wassersäule von 11,90 m Höhe schützt.
Eine derartige Höhe ist äußerst selten und deshalb sprechen die Experten von einem 200-jährigen Hochwasser. Dennoch ist im Ernstfall Effizienz gefragt, denn die Errichtung des Zusatzwalls muss buchstäblich schneller erfolgen als das Wasser kommen kann. Alle sieben Jahre ist deshalb ein Probeaufbau vorgeschrieben, der nicht nur die Technik überprüft, sondern auch den ausführenden Logistiker beim Aufbau »im Training hält«.
Ein 910 Meter langer Wall entsteht in sechs Stunden
Seit 2010 ist NIESEN als ausführender Logistiker für die Errichtung der Mauer im Boot. Schon vor sieben Jahren holte der Leverkusener Logistiker Tausende Bauelemente aus den Lagern, um diese zügig zu einer fertigen Wand zu montieren.
Am 24. Oktober 2017 wiederholte sich das logistische Schauspiel unter Federführung der Technischen Betriebe Leverkusen. Schon in den frühen Morgenstunden verluden LKWs von NIESEN die ersten Bauteile, um sie nach Hitdorf zu bringen. Im ersten Schritt fuhren die Fahrzeuge die gesamte Strecke ab, um alle paar Meter einen senkrechten Doppel-T-Träger auf die Betonmauer zu verschrauben. Gleich hinterher folgten weitere Transporter, von denen die Mannschaft auch die Querbalken zu einer dichten Wand befestigten. Sechs verschließbare Tore regeln die Zufahrten zu den Straßen und können bei Bedarf wasserdicht geschlossen werden.
Nur sechs Stunden benötigten die Teams von NIESEN für den erfolgreichen Aufbau der 910 m langen Konstruktion. Zur Zufriedenheit der Technischen Betriebe, denn mit dieser Geschwindigkeit wird NIESEN das Wasser im Ernstfall definitiv einholen.
Was hat die Einlagerung von Sommer- und Winterreifen mit dem Bau von Containeranlagen gemein? Zunächst einmal wenig, mag man denken. Nicht so jedoch bei NIESEN, denn hier hat man Übung in der Verquickung verschiedener Geschäftsfelder.
Seit 2006 schon bietet NIESEN umliegenden Autohäusern, etwa von VW oder Audi, eine komplette Räderlogistik für mehrere zehntausend Räder. Der Bedarf im Großraum Köln ist seitdem ungebrochen und so beschloss die Geschäftsleitung die Erweiterung der Kapazitäten. Um freie Bodenflächen auf dem Betriebsgelände in der Robert-Blum-Straße besser auszulasten, sollte ein neues Lagersystem vor allem für die Einlagerung von Rädern entstehen.
Nachdem Statik, Baugenehmigung und Fundament standen, konnte NIESEN sehr viel Eigenleistung in der Bauphase erbringen. Immerhin bietet das parallel laufende Geschäftsfeld »Containeranlagen« umfangreiche Kapazitäten an Know-how und Technik, um eine voll funktionstüchtige Halle weitgehend selbst errichten zu können. Die Erfahrung beim Bau großer Anlagen aus den stapelbaren, modularen Containersystemen konnte für die Betriebserweiterung also nahtlos eingesetzt werden.
Die neue Halle: Beispiel gelungener Synergien
Modularität auf 66 x 20 Metern
Insgesamt 66 Standard-Lagercontainer bilden die beiden Außenwände an der Längsseite der stabilen Konstruktion – jede Wand besteht somit aus 11 Containern in einer Reihe, dreifach gestapelt. Die belastbaren Container halten problemlos den Unterbau des Daches aus: T-Träger und Stahlverstrebungen. Schließlich wurden die Kopfseiten der Halle verblendet und mit Rolltoren ausgestattet, so dass LKWs ein- und ausfahren können.
Auch die Stapelung und Montage der Container sowie Trägerelemente konnte von NIESEN selbst durchgeführt werden. Der tonnenschwer belastbare Kran-LKW, der zur Fahrzeugflotte gehört, hatte keine Mühe, sämtliche Bauelemente in die Höhe zu heben.
Mehrere Monate dauerten die Arbeiten bis zur Fertigstellung des Lagersystems Anfang Dezember 2017. Nach einer finalen Abnahme konnte die Einbringung der ersten Lagergüter erfolgen.
Alleine die 66 Lagercontainer, die als Außenwände dienen, bieten 2.000 Kubikmeter Stauraum für verschiedenste Lagergüter. Die speziellen Räderregale, die im Innenraum der Halle montiert wurden, fassen insgesamt etwa 20.000 Räder. Ein Aufzug im Innern der Halle ermöglicht die schnelle Ein- und Auslagerung sämtlicher Güter.
Die neue Halle: Beispiel gelungener Synergien
Der erfolgreiche Bau der Halle erweitert nicht nur die Kapazitäten des Leverkusener Logistikers. Er ist auch ein weiterer Beleg für die Effizienz der Containeranlagen: Fast baukastenartig können die modularen Systeme kombiniert werden, um auch komplexere Lösungen für Büroräume, Eventarchitekturen oder eben Lagereinheiten zu realisieren. Letztlich ist das Projekt auch ein neues Beispiel für die Synergien der Geschäftsfelder bei NIESEN. Gewissermaßen aus Tradition sucht der Logistiker nach immer neuen Wegen, um in der Kombination mehr aus den einzelnen Bereichen herauszuholen.
Am ersten Samstag des Septembers wurde es voll an der Anlegestelle vor der Kölner Bastei. Rund 300 Personen fanden sich ab 10.30 Uhr am Rheinufer ein und besetzten das Ausflugsschiff MS Loreley. NIESEN hatte zur Feier des 125-jährigen Firmenjubiläums geladen und die Mitarbeiter sowie Gäste des Unternehmens folgten der Einladung an diesem Morgen gern.
Schon am Ufer sorgte in Shanty Chor in weißen Uniformen mit seinen Liedern für seemannstaugliche Stimmung. Auf dem Schiff warteten bereits kühle Getränke und eine Band auf die Passagiere des Tages. An Deck formierten sich Bekannte zu kleinen Grüppchen, die miteinander anstießen. Schnell waren auch neue Bekanntschaften geschlossen.
Der gesamte Tag sollte im Zeichen von Ausgelassenheit und guter Stimmung stehen. Streiften manche Gespräche sicherlich auch den beruflichen Alltag, so überwogen doch das Private sowie der Genuss des Wassersblicks und der milden Sonne an diesem Tag.
Ein vielseitiges Rahmenprogramm für jeden
Eine Erinnerung an die Familie und die Firmengeschichte
Erinnert wurde im Rahmen des Jubiläums selbstverständlich auch an die vergangenen Jahrzehnte des Unternehmens. Hatte Firmengründer Peter Niesen im Jahre 1892 die ersten Arbeiten nur einige Kilometer rheinaufwärts begonnen, gab es nach 125 Jahren so manche Geschichte aus der Vergangenheit zu erzählen.
Henriette Gerke, die bereits seit 43 Jahren im Unternehmen beschäftigt ist, beglückwünschte Klaus Niesen stellvertretend für die Belegschaft und berichtete dabei von so mancher Veränderung, die sie selbst miterlebt hatte. Auch Klaus Niesen würdigte in seiner nachfolgenden Begrüßungsrede die Leistungen der früheren Generationen, umringt von engsten Familienmitgliedern. Er erzählte von wichtigen Kurswechseln im Unternehmen und den unterschiedlichen Ansprüchen der Zeiten an das Feld Umzug und Logistik. Der Verweis auf den Zusammenhalt in der Firma nahm einen hohen Stellenwert ein: Nur dadurch, dass alle Familienmitglieder und eine treue Belegschaft stets zusammengehalten hätten, sei das Fortbestehen von NIESEN über einen über hundertjährigen Zeitraum möglich gewesen.
Ein vielseitiges Rahmenprogramm für jeden
Ein reichhaltiges Buffet stärkte die Gäste für den weiteren Tag auf dem Wasser. Während sich die 40 Kinder an Bord in der eigens eingerichteten Spielecke bei Bausteinen und Videospielen vergnügten, konnten sich die älteren Passagiere dem entspannten Umtrunk widmen und dabei die vorbeiziehenden Ufer genießen. Eine Band lieferte die passende Hintergrundmusik. Und so mancher Gast war verblüfft, als der Alleinunterhalter den einen oder anderen persönlichen Gegenstand unbemerkt aus der eigenen Tasche »weggezaubert« hatte.
Selbstverständlich wieder in Besitz aller Gegenstände konnten die Passagiere am frühen Nachmittag einen Landgang in Königswinter absolvieren – um sich auf dem Rückweg nach Köln dann dem Abendessen zu widmen. Auf diese Weise neigte sich ein lebhafter und geselliger Tag langsam dem Ende zu.
Noch zwei Stunden nach dem Anlegen am Kölner Altstadtufer blieb das Schiff die Heimat der vergnügten Passagiere mit Blick auf den beleuchteten Rhein – bis sich die Gäste gegen 22.00 Uhr auf den Heimweg machten. Oder so manches Grüppchen noch den Weg in die Altstadt fand, um im kleinen Kreis weiter zu feiern …
2017 ist ein besonderes Jahr für NIESEN: Der Logistiker feiert sein 125-jähriges Jubiläum. Die vierte Generation des Familienunternehmens kann auf bewegte Jahrzehnte voller technischer Veränderungen und Betriebserweiterungen zurückblicken.
Schon 1892 gründete Peter Niesen das Transportunternehmen. Mit Pferd und Kutsche übernahm er früh Aufträge für die spätere Bayer AG. Die Partnerschaft mit dem Leverkusener Konzern hält bis heute. Über vier Generationen entwickelte sich aus dem Fuhrbetrieb ein modern aufgestelltes Unternehmen mit vielfältigen Leistungen in den Bereichen Umzug, Transport, Lagerung und Logistik. Aktuell beschäftigt NIESEN rund 160 Mitarbeiter an zwei Standorten in Leverkusen. (Mehr über die Firmengeschichte können Sie hier erfahren.)
NIESEN und Leverkusen: Gemeinsam Tradition gestalten
Street Life 2017: ein Kreis schließt sich
Aber nicht nur der Logistiker, auch Stadt hat sich über die Jahrzehnte verändert. In Wiesdorf, wo vor 125 Jahren der erste Firmensitz von NIESEN stand, findet heutzutage jährlich das Musikfestival Street Life in der belebten Fußgängerzone statt.
»Was läge also näher als das Jubiläum am eigenen Geburtsort im Rahmen des Musikevents zu feiern?«, dachte sich die Geschäftsführung von NIESEN. Zumal seit vielen Jahren gute Kontakte zu Street Life gepflegt wurden, wo sich der Logistiker regelmäßig als Sponsor einbringt. Jährlich stellt NIESEN zum Beispiel seinen Stage Truck bereit, eine mobile Bühne, auf der Bands auftreten können.
Aus der Idee wurde eine Einladung – aus der Einladung ein geselliger Abend. Zum Auftakt des Festivals am 04. August fanden sich viele geladene Gäste im Festzelt von Street Life ein. Gemeinsam mit den Gästen des Festivals stieß man in ungezwungener Atmosphäre an und tauschte sich über Vergangenes, Aktuelles und Zukünftiges aus. Präsent waren neben Street Life-Veranstalter Wolfgang Orth auch Oberbürgermeister Uwe Richrath, Dezernent Marc Adomat und die Geschäftsführer der Energieversorgung Leverkusen (EVL) Rolf Menzel und Dr. Ulrik Dietzler.
Ein Kreis hatte sich geschlossen: Dort, wo vor über hundert Jahren alles begang, konnten die Mitarbeiter und Gäste von NIESEN einen schönen gemeinsamen Abend verbringen. Umringt von den Bühnen des Festivals und begleitet von hochwertiger Live-Musik im Hintergrund fand die Jubiläumsfeier bei sommerlichen Temperaturen einen angenehmen Rahmen.
NIESEN und Leverkusen: Gemeinsam Tradition gestalten
Die Verbindung zum Festival Street Life und der Wunsch, inmitten der Leverkusener Menschen das Jubiläum zu begehen, überrascht nicht. So beteiligt sich NIESEN regelmäßig am wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Leben in Leverkusen. 2011 wurde Klaus Niesen beispielsweise von der Wirtschaftsförderung Leverkusen (WfL) zum Standortbotschafter ernannt. Mehrmals war das Unternehmen Gastgeber des Leverkusener Klima-Frühschoppens. Zudem unterstützt NIESEN diverse Sportvereine sowie Hilfsprojekte in der Region und fungiert als Förderer der Leverkusener Jazztage.
Und auch der ökologischen Verantwortung wird NIESEN gerecht. Der heutige Geschäftsführer Klaus Niesen führte das Unternehmen zuletzt auf den Kurs von Ökologie und Nachhaltigkeit. Sämtliche Prozesse folgen einem stringenten Qualitätsmanagement und sind zertifiziert nach DIN ISO 9001 und 14001. Das hauseigene Solardach mit einer Größe von 10.000 qm produziert sauberen Strom für mehrere hundert Haushalte. Ebenso stehen eine hohe Arbeitssicherheit und Modelle zur Förderung der Mitarbeiter, etwa durch eine Betriebsrente, im Fokus der Geschäftsführung.
Erstmals in der Geschichte ist die Größe der Stadtbevölkerung identisch mit der auf dem Land. Das industriell produzierende Gewerbe läuft auf Hochtouren und der erfolgreiche Austausch von Rohstoffen ist gleichzusetzen mit einem Wirtschaftsmotor. Vor allem das Ruhrgebiet entwickelt sich immer mehr zum deutschen Zentrum der industriellen Revolution. Die Gemeinden des späteren Leverkusen sind noch eher unberührt von der neuen Zeit, bis sich 1892 ein Großereignis einstellt, das die Stadt grundlegend verändern soll. Eine Wuppertaler Farbenfabrik bezieht Stellung am Rhein: die spätere Bayer AG.
Im gleichen Jahr, inmitten des Umfelds fortschreitender Industrialisierung und der Veränderung seiner Stadt, eröffnet der Wiesdorfer Unternehmer
Peter Niesen
eine kleine Firma, um das Auskommen seiner Familie zu sichern. Unter dem bezeichnenden Namen »Transporte« bietet der Gründer seine Arbeitskraft und die seiner Pferde an.
Neue Reichweiten in internationalen Gefilden
2017.
125 Jahre liegen zwischen den Geschehnissen des ausgehenden 19. Jahrhunderts und dem Hier und Heute. Die Hochzeit der Industrialisierung ist vorüber. Neue Aufgabenfelder wie die Digitalisierung oder Nachhaltigkeit stellen sich neben die industrielle Produktion. Andere Megathemen, wie die Mobilität, haben ihre Bedeutung über die Dekaden sogar steigern können. Die Welt wächst weiter zusammen und die Beförderung von Menschen und Gütern unter ökologischen Kriterien rund um den Globus wird immer neu verhandelt. Manche Firmen der damaligen Zeit sind verschwunden, andere haben die Jahrzehnte überdauert und sind zu internationalen Konzernen gewachsen, darunter die Bayer AG.
Auch die Gründung des Wiesdorfer Transporteurs Peter Niesen meisterte die Jahrzehnte mit all ihren Höhen und Tiefen der Geschichte. 2017 schaut die vierte Generation nach dem Gründer auf ein regional fest verwachsenes Logistikunternehmen mit internationaler Reichweite. NIESEN und seine rund 160 Mitarbeiter feiern das 125-jährige Firmenjubiläum in Leverkusen.
Gelegenheit für einen Rückblick auf die Firmengeschichte …
Mühsame erste Jahre
Das moderne Automobil, der »Patent-Motorwagen Nummer 1« von Carl Benz, ist erst sechs Jahre alt, als Peter Niesen seine Transporttätigkeit aufnimmt. Die ersten Fahrzeuge beginnen, sich als Sensation im Stadtbild zu präsentieren – von motorisierten Lkws fehlt aber jede Spur. Es wird noch gute zwei Jahrzehnte dauern, bis der hart arbeitende Gründer einen Teil der Lasten auf den Motor abwälzen kann. Bis dahin sind Körperkraft und die Ausdauer seiner Pferde die Grundlage des Geschäfts.
Von seinem Haus mit Stallungen und Nebengebäuden an der Hauptstraße 25 in Wiesdorf baut Peter Niesen sein Geschäft durch Hartnäckigkeit und Durchhaltevermögen auf. Anfangs nehmen täglich bis zu 150 Wagengespanne den mühsamen Weg vom Rheinkai in die umliegenden Orte auf. Meist werden unverpackte Rohstoffe transportiert.
Mit der Zeit und durch zuverlässige Arbeit kann der Transporteur immer neue und größere Aufträge gewinnen. Schon im dritten Jahr nach der Gründung wird die Ultramarinfabrik Alfred Leverkus erster fester Vertragspartner. Nochmals zwei Jahre später erhält Niesen eine Zweigniederlassung der Wicküler Küpper-Brauerei in Elberfeld.
Bayer und NIESEN: eine dauerhafte Verbindung
Gleichzeitig profitiert die Firma vom guten Standort.
1905 folgt ein Auftrag, der zu einer der dauerhaftesten Kooperationen in der gesamten Firmengeschichte führt. Die Wiesdorfer Wohn-»Kolonien 1 und 2« befinden sich im Bau. Komplette Siedlungen mit Straßen und Häusern entstehen neu. Die Bauherren sind keine Geringeren als die »Farbenfabriken vorm. Friedr. Bayer & Co.«. War die mehrere hundert Mitarbeiter starke Fabrik gleichzeitig mit dem Gründungsjahr von NIESEN an den Rhein gezogen, sind starke Ausbaumaßnahmen im dörflichen Wiesdorf nötig, um neue Arbeiter anzusiedeln. So warnt ein ironischer Reim seinerzeit noch vor der ländlich geprägten Region:
»Kann er einen nicht verknusen, schickt er ihn nach Leverkusen. Dort an diesem End der Welt ist man ewig kaltgestellt.«
Der Transporteur profitiert von den weitreichenden Umstrukturierungsplänen der neuen Fabrik – und wird beauftragt, einen Großteil des Straßenbaumaterials an die Baustellen zu liefern. Mit einem Fuhrpark von 20 Pferden meistert Peter Niesen die Herausforderung. Fortan kann er sich einer dauerhaften Partnerschaft mit dem stetig wachsenden Unternehmen erfreuen und noch einige Jahrzehnte beobachten, wie sich aus dem neuen Arbeitgeber in Wiesdorf langsam ein Konzern formt, der seine Stadt nachhaltig modernisieren wird: die Bayer AG. Weitere Großaufträge folgen, beispielsweise der Transport von Basaltsteinen für die Herstellung der Bayer-Kaimauer, die sich noch heute in Betrieb befindet.
Die Motorisierung beginnt
Auch bei NIESEN hält die Zeit Schritt. Aus den Fuhrwerken werden Motorwagen. 1910 besitzt Peter Niesen das erste Motorfahrzeug mit Kettenantrieb, ein Fahrzeug des Fabrikats Büssing. Damit öffnet sich dem Unternehmer ein Feld, das bis heute fester Bestandteil des Angebots ist: das Möbelspeditionsgeschäft, das auch die Ansiedlung vieler Bayer-Mitarbeiter über die Jahrzehnte unterstützen kann.
1928 folgt schließlich das erste motorisierte Spezialfahrzeug für Möbeltransporte. Schnell ist NIESEN damit aus heutiger Sicht nicht unterwegs: Ganze 28 km/h schafft das für damalige Verhältnisse moderne Fahrzeug. Dass der Transporteur diese Anschaffung überhaupt durchführen kann, verdankt er auch Glück und Sorgfalt. Jahre zuvor nimmt NIESEN den Auftrag für den Transport von Sprengstoff der Dynamit Nobel AG an, das er ins Ruhrgebiet bringt. Der Transport gelingt ohne Unfall, so dass auf dem Rückweg Glaswaren der Gerresheimer Glashütte aufgenommen werden können. Harmlos im Vergleich zur vorherigen Ladung.
Die zweite Generation übernimmt
Vier Jahrzehnte hält Peter Niesen durch und übernimmt in dieser Zeit unterschiedlichste Aufträge. 1933 dann, 41 Jahre nach Gründung seiner Wiesdorfer Firma, übergibt er sein Lebenswerk schließlich an die Kinder
Peter-Josef, Ernst
und
Maria.
In diesem Zuge firmiert das Unternehmen am gleichen Standort in »E. & M. Niesen« um. 1937 verstirbt Gründer Peter Niesen, so dass der Fortbestand völlig in den Händen der Kinder liegt. Diese zweite Generation führt das Unternehmen durch die schicksalhaften Jahre des 2. Weltkriegs und schafft es, den Betrieb in den Wirren von Krieg und amerikanischer Besatzung aufrecht zu erhalten.
Nach Gründung der Bundesrepublik, im Aufschwung der Wirtschaftswunderjahre, kann sich bei NIESEN ein weiterer Modernisierungsprozess durchsetzen. Lange zuvor schon hatten sich die Gemeinden Wiesdorf, Schlebusch, Steinbüchel und Rheindorf zur Stadt Leverkusen zusammengeschlossen. Und die »Bayer-Stadt« sieht für einige Jahre gleich zwei Firmen der Marke NIESEN ihre Arbeit verrichten. Wird »E. & M. Niesen« von Maria Niesen fortgeführt, hat Peter-Josef in den 1950er-Jahren die eigene »Peter Niesen jun.« gegründet. Sein Unternehmen repräsentiert die zweite Generation der Niesen-Familie und setzt neben dem Möbelspeditionsgeschäft auch auf Transporte per Bahn.
In der Bürriger Erftstraße findet Peter-Josef Niesen ein modernes Lagerhaus, das als Basis für die nächsten Jahre dient. Dies ist beheizt und verfügt über Rampen und Aufzüge, so dass Lagergüter schon 1962 klimageschützt untergebracht werden. Das Umzugsgeschäft verbindet sich mit der Einlagerung. Sowohl Privatpersonen wie auch Firmen können die kombinierten Dienste nutzen. Ein Schritt, der das Unternehmen einige Jahre später in die Gesellschaft bester Möbelspediteure bringt …
Die DMS: eine bundesweite Kooperation entsteht
1968 ist ein Jahr, das sich in das Gedächtnis der Welt und der Bundesrepublik festsetzt. Der Kalte Krieg definiert zu dieser Zeit das Verhältnis zwischen Ost und West, Studentenproteste und Hippies füllen weite Teile der Zeitungsglossen, der Wunsch nach Einheit und internationalem Zusammenwachsen nach dem 2. Weltkrieg verschafft sich Gehör. Noch sorgt der Eiserne Vorhang aber für ein schnelles Ende der Bewegungsfreiheit gen Osten der Republik. Auch die Mobilität innerhalb der jungen Europäischen Gemeinschaft, ein Jahr zuvor gegründet, ist noch eingeschränkt. Zwar sind 1968 alle Binnenzölle zwischen den ersten EG-Staaten abgeschafft, aber echte Bewegungsfreiheit soll erst 1985 mit dem Schengener Abkommen möglich sein.
Für die Möbelspediteure dieser Zeit bedeutet das vor allem noch eine Konzentration auf das bundesdeutsche Gebiet. Dieses Territorium will man jedoch voll ausnutzen, zumal die Mobilität rund 70 Jahre nach dem Aufkommen des ersten Automobils auf Hochtouren läuft und sich der Aktionsradius der Menschen und Firmen deutlich vergrößert hat. Arbeitnehmer und Familien wechseln häufiger den Wohnort über weitere Distanzen, Unternehmen operieren von verschiedenen Standorten im ganzen Bundesgebiet.
»Ein einziger, regional aufgestellter Möbelspediteur hat es schwerer in Zeiten, die überregionale Präsenz und Reichweite verlangen.«
So denken
Manfred
und
Peter Wilhelm Niesen,
die als dritte Generation den Schwesterbetrieb »E. & M. Niesen« inzwischen integriert haben. Dutzende weitere Firmenchefs aus der Branche denken ähnlich. Man möchte sich zusammenschließen und ein Netz qualifizierter Möbelspediteure in ganz Deutschland aufbauen.
Die Folge ist die Gründung der DMS Deutsche Möbelspedition im Jahr 1968. Manfred und Peter W. Niesen sowie ihre Mitstreiter legen den Grundstein für eine bald 50-jährige Erfolgsgeschichte, die im Jahr 2017 von rund 70 Betrieben an 120 Standorten zu erzählen weiß. Klassische Umzüge werden ebenso angeboten wie komplexe Betriebsverlagerungen, Spezialtransporte oder ausgefeilte Lagerleistungen. Der gute Zusammenhalt der Betriebe garantiert eine flächendeckende Leistung und die Bewerkstelligung auch größter Aufträge.
Der moderne Container hält Einzug
So, wie sich das Netzwerk der DMS seit der Gründung vergrößert, gehen auch Manfred und Peter W. Niesen den steten Weg der Expansion. 1974 beziehen die Brüder ein neues Firmengebäude in der Adolf-Kaschny-Straße in Küppersteg. Bis heute gehört der Standort zu NIESEN.
Ein besonderes Novum ist die Lagerung in Kleincontainern und 20-Fuß-Seecontainern. Die Effizienz überzeugt: Transportcontainer und Lagercontainer vereinen sich zu einer Einheit. Umzugsgut und Lagergut kann gleich an Ort und Stelle in die endgültige Lagerstätte verladen werden. Das Geschäft des Umzugs und der Lagerung verzahnen sich immer mehr zu einer modernen Einheit. Gleichzeitig wird dem internationalen Geschäft Vorschub geleistet: Die Seecontainer können praktisch an jeden Ort der Welt gehen.
Neue Reichweiten in internationalen Gefilden
1981 folgt ein Einschnitt in der Unternehmensführung. Im Alter von nur 49 Jahren verstirbt Mitinhaber Manfred Niesen, der eine große Lücke im Unternehmen hinterlässt.
Sohn
Klaus Niesen
steigt ein Jahr später als Mitgesellschafter ins Unternehmen ein. Von der Pike auf hat der erst 22-jährige das Geschäftsfeld und die Firma kennengelernt. Seit frühester Kindheit verbringt Niesen Zeit auf den Betriebsgeländen, er kennt sämtliche Prozesse und Handgriffe aus eigener Erfahrung. Gemeinsam mit Peter W. Niesen führt der Speditionskaufmann den Familienbetrieb als Junior-Chef in vierter Generation weiter.
Die 1980er- und 1990er-Jahre sind geprägt von Betriebserweiterungen und fortschreitender Modernisierung. Europäische Grenzen öffnen sich zunehmend. Als 1989 der Eiserne Vorhang fällt, öffnen sich auch die Wege in östliche Nationen.
Die sich ergebenden Chancen wissen Peter W. und Klaus Niesen zu nutzen. Folgerichtig wird aus der »Peter Niesen jun. KG« die »Peter Niesen GmbH & Co. Internationale Möbelspedition KG«. Die Zeichen stehen auf Vergrößerung der Reichweite. Umzüge und Transporte auf dem Land- oder Seeweg führen fortan in alle Teile Europas und rund um den Globus.
Neue Geschäftsfelder in der Höhe
Aber auch in die Höhe wird expandiert. 1990 schafft NIESEN einen Spezial-Lkw mit integrierter Kraneinheit an – eine Sonderanfertigung, die maßgeblich auf der Konzeption von Klaus Niesen beruht. Das Fahrzeug kann etwa Maschinen oder Container nicht nur transportieren, sondern auch in höchste Höhen heben. NIESEN erkennt die vielfältigen Einsatzgebiete und entwickelt gleich mehrere innovative Geschäftsfelder.
So können umfangreiche Firmenumzüge per »Kran-Containersystem« viel effizienter als zuvor abgewickelt werden. Klaus Niesens Konzeption sieht vor, dass die Transportcontainer in höheren Stockwerken an den Außenfassaden der Betriebsgebäude andocken und über die Fenster beladen werden. Die Spedition bringt die gefüllten Container dann an den Zielort des Umzugs oder ins Lager. Bis heute hat sich dieses System bei Hunderten Firmenumzügen bewährt, zum Beispiel für den langjährigen Kunden AXA oder den fast historisch zu nennenden Partner Bayer mit Töchtern wie Lanxess oder Covestro.
Der Kran-Lkw gewinnt bald auch die Aufmerksamkeit der Kunstwelt. Die Namen der Künstler, Museen und Galerien, die insbesondere Großskulpturen mit NIESEN transportieren lassen, liest sich wie eine kleine Abhandlung der Kunstgeschichte der letzten 30 Jahre – zumindest was das Genre deutscher Skulpturen betrifft. Weltbekannte Künstler wie Tony Cragg oder Markus Lüpertz vertrauen seit 1991 auf die Abholung in ihren Kunstgießereien, den Transport an viele Ziele Europas und die zuverlässigen Montagen der neu gegründeten Abteilung für Kunsttransporte.
NIESEN wächst in den darauffolgenden Jahren weiter. Eine neue Containerhalle mit integrierter, halbautomatischer Krananlage für 300 Container entsteht 1994. Diverse Übernahmen anderer Speditionen aus der Region, die sich gut in das Leistungsspektrum integrieren lassen, folgen zwischen 1996 und 2001. Die schon 1986 gegründete Abteilung für die Vermietung und den Verkauf von Containern zählt in 2002 ganze 1.500 Einheiten.
System-Logistik für Vielfalt und Flexibilität
2003 wird die Geschäftsführung komplett an den mittlerweile 43-jährigen Klaus Niesen übergeben. Viele Möglichkeiten bieten sich dem erfahrenen Logistiker und seinem Team zu diesem Zeitpunkt schon. Seit 2001 kann vom 50.000 Quadratmeter großen Betriebsgelände in der Robert-Blum-Straße 55 agiert werden. Der Standort in der Adolf-Kaschny-Straße sorgt für weitere Kapazitäten.
Und das Unternehmen bleibt kreativ. Warum nicht die einzelnen Geschäftsfelder wie Bausteine erweitern und kombinieren, um den individuellen Ansprüchen der Kunden noch gerechter zu werden? Die Möglichkeiten der Lagerlogistik, des Transports, der Kräne und viele Zusatzleistungen möglichst differenziert ausbauen und in bedarfsgerechten Kombinationen anbieten?
Der Gedanke der »System-Logistik« verfestigt sich weiter. NIESEN schöpft immer wieder neue Angebote und Geschäftsfelder aus den Möglichkeiten des Unternehmens. Gleichzeitig erweitert die Geschäftsführung das Leistungsspektrum durch neue Technologien.
Die Lagerlogistik wird fortlaufend optimiert und dabei noch enger mit dem Umzugs- und Transportgeschäft verbunden. So können Firmen jeder Größenordnung nicht nur umziehen. Sie können sich zusätzlich auf immer speziellere Lageroptionen für Akten oder Büroinventar verlassen, die während eines Standortwechsels oder dauerhaft eingelagert werden. NIESEN kann sogar Übergangs-Büroräume anbieten, solange Firmengebäude noch nicht bezugsfertig sind. Die Containerabteilung macht es möglich.
Auch Künstler finden im Leverkusener Unternehmen nicht nur einen Transporteur, sondern auch einen Spezialisten für die sachgerechte Einlagerung ihrer wertvollen Werke. Viele tonnenschwere Großskulpturen bekannter Künstler zieren deshalb die Lagerhallen und machen das Betriebsgelände fast auch zur Galerie.
NIESEN bedient den Bereich Automotive
Dass sich ein Logistiker dem Thema Mobilität annimmt und dahingehend Angebote entwickelt, versteht sich fast von selbst.
Gut ein Jahrhundert nach dem serienreifen Einzug des Automobils fährt etwa jeder zweite Bundesbürger ein eigenes Fahrzeug. Die Koordination der rund 40 Millionen Privat- und Nutzfahrzeuge im Straßenverkehr ist eine große Aufgabe für die Kommunen. Auch die Hersteller, Zulieferer und Dienstleister rund um das Thema Auto stehen vor Herausforderungen: Stellflächen für Autos und Lagerplätze für deren Bauteile werden rarer.
NIESEN reagiert auf die Gegebenheiten und baut die Automotive-Sparte auf. 2006 ist ein Räderlager für 50.000 Räder installiert, das zum Beispiel die umliegenden Autohäuser von VW und Audi entlasten kann. Nicht nur, dass die Radsätze per Lkw abgeholt und geliefert werden, auch Zusatzservices wie Reinigung und Reifen-/Räderwechsel bietet das Unternehmen. Weiter ermöglicht NIESEN die Einlagerung von Karosserieteilen und ganzen Neuwagen auf dem Logistikgelände. In Zeiten der Digitalisierung erfolgt die Erfassung selbstverständlich computergestützt. Partnerschaften mit Fahrzeugausstattern wie Bott – das Unternehmen hat sich auf dem Firmengelände eingemietet – erzeugen weitere Synergien.
Megathema Ökologie auch bei NIESEN
2011 wächst das Gesamtgelände mit dem Kauf der Robert-Blum-Straße 57 auf 80.000 Quadratmeter Logistikfläche. Für verschiedene Lageroptionen stehen 35.000 Quadratmeter Hallenflächen bereit. NIESEN nutzt das Potential der Flächen, um einem weiteren Megathema der Neuzeit gerecht zu werden: der Ökologie im Sinne des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit. Auf dem Dach der Logistikhallen lässt Klaus Niesen eine 10.000 Quadratmeter große Photovoltaikanlage installieren, die genug Strom für mehrere hundert Haushalte produzieren kann.
Auch sonst wird das Unternehmen »einmal auf Nachhaltigkeit umgekrempelt«, so dass sämtliche Prozesse den allgemeinen Forderungen nach hohen Umweltstandards entsprechen. Der Fuhrpark setzt beispielsweise komplett auf moderne Euro5 und Euro6-Standards und auch die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter werden nochmals auf Schonung hin optimiert. Denn auch der Logistiker weiß: Die Menschen sind eine der wichtigsten Ressourcen.
Menschlichkeit und Soziales als Teil der Firmenkultur
Überhaupt steht der Mensch im Mittelpunkt des modernen Unternehmens NIESEN. »Dynamisch. Menschlich. Sicher.« lautet schließlich der Leitspruch der Kooperation DMS Deutsche Möbelspedition, die Klaus Niesen als Mitglied des Aufsichtsrats immer wieder mitprägen darf. Seine eigene Firma steht beim Aspekt der Menschlichkeit nicht hintenan.
Schließlich sind es die Mitarbeiter, welche über Jahrzehnte mit ihrer Arbeitskraft, Kompetenz und Freundlichkeit zur Entwicklung und zum Fortbestand des Unternehmens beigetragen haben. Der Betrieb bietet seinem Personal heutzutage nicht nur zeitgemäße Standards bei den Arbeitsbedingungen, sondern auch weitere Vorteile wie eine Betriebsrente. Für ein gutes Betriebsklima sorgen zahlreiche Zusammenkünfte – im eigenen Hause oder im Rahmen vieler Events rund um Leverkusen.
Die soziale Verbundenheit ist in der Familientradition fest verankert. Schon Firmengründer Peter Niesen stand stets in gutem Kontakt zu seinen Mitbürgern. Auch 125 Jahre später sind die Menschen von NIESEN gerne Teil der Aktivitäten in der Region.
Der Logistiker fördert diverse soziale Einrichtungen und Hilfsprojekte und engagiert sich in der regionalen Wirtschaft, etwa bei der Wirtschaftsförderung Leverkusen (WfL).
Immer wieder kann man auch den Promotion Truck oder die fahrbare Musikbühne von NIESEN bei Ereignissen rund um die Stadt antreffen. Das Unternehmen pflegt jahrzehntelange Kontakte zu den Sportvereinen von Bayer Leverkusen und fördert den »NIESEN Advents Cup« als kleine Tischtennistradition. Regelmäßig ist der Logistiker Mitorganisator des Brückenfests der Neuen Bahnstadt Opladen. Bei den international bekannten Leverkusener Jazztagen mit Musikprominenz aus der ganzen Welt fungiert NIESEN als Sponsor. Gemeinsam mit dem Versicherer AXA zieht der Logistiker seit 2016 auch beim Christopher Street Day in Köln mit.
125 Jahre NIESEN in Leverkusen
Der Kreis der Unternehmensgeschichte schließt sich 2017 in der Wiesdorfer Hauptstraße. 125 Jahre sind vergangen, seit Peter Niesen hier seine Stallungen bezog und mit Pferd und Wagen das Transportgeschäft begründete. Das Stadtbild hat sich über die vielen Jahre gründlich verändert. Nicht nur, dass das Bayer-Gelände zur »Stadt in der Stadt« gewachsen ist. Auch die Wiesdorfer Hauptstraße hat sich zur belebten Fußgängerzone mit großen Einkaufszentren gewandelt. Die historischen Räumlichkeiten von NIESEN sind lange verschwunden …
… und doch ist das Leverkusener Traditionsunternehmen immer wieder auf der Hauptstraße präsent. Einmal im Jahr findet hier das Musikfestival Street Life statt. Und NIESEN hat es sich nicht nehmen lassen, auch diesen Event seit Jahren zu fördern. In diesem Rahmen kann man die vierte Generation der Familie und viele Mitarbeiter jährlich antreffen.
2017 feiert NIESEN sein 125-jähriges Firmenjubiläum. Ein Teil der Feierlichkeiten wird selbstverständlich auch beim Street Life stattfinden. Inmitten der Leverkusener Menschen. Am »Geburtsort« des Logistikers.
Diesen Text und alle Bilder finden Sie als Downloads unter: www.niesen.de/125
Welche Gefahren gilt es im Vorfeld einzuschätzen?
Die Spedition Niesen kann in diesem Jahr auf eine 125-jährige Firmengeschichte zurückblicken. Herr Niesen, Sie selbst arbeiten in vierter Generation im Unternehmen. Geben Sie uns bitte einen Einblick in die Entwicklung.
Niesen: Im Ursprung ist Niesen eine Möbelspedition, die 1892 mit Pferdefuhrwerken Holzkisten und Pakete abholte und direkt zum Ziel oder zur Bahn transportierte oder von dort Waren übernahm und auslieferte. Heute machen Umzüge von Unternehmen einen Großteil unseres Geschäfts aus. Über die Jahre haben wir uns aber immer wieder den Wünschen unserer Kunden angepasst und bieten neben dem Transport und der Lagerung von Containern und Stückgut Dienstleistungen an, die mit Kunden zusammen entwickelt wurden. So entstand auch der Bereich Kunsttransporte, bei dem wir uns schwerpunktmäßig auf große Skulpturen spezialisiert haben, wobei wir aber auch Wertgüter sicher und geschützt vor Staub, Feuchtigkeit und Vibration in individuell angefertigten Kunsttransport-Behältnissen von A nach B befördern.
Unser Fuhrpark umfasst knapp 60 Lkw – vom Sprinter bis zum Spezialkranwagen. Wir beschäftigen rund 150 Mitarbeiter, davon 35 in kaufmännischen Berufen sowie Kraftfahrer und unterschiedlichste gewerbliche Berufe vom Elektriker über Schlosser bis hin zum Maler. Wir benötigen diese Vielfalt, da ein Teil unserer Angebote bis in den handwerklichen Bereich reichen.
Auf Ihrer Website finden sich einige Berichte, Fotos und Videos über den Transport und die Installation von imposanten Skulpturen auf bekannten Gebäuden wie dem Bundesrat in Berlin. Was war Ihr persönliches Highlight?
Mein persönliches Highlight war der „Herkules“ von Markus Lüpertz, den wir in Gelsenkirchen in 90 Meter Höhe auf den Förderturm aufgesetzt haben. Dazu waren etliche Vortransporte nötig. Die Skulptur selbst ist in drei Teilen zur Baustelle geliefert und erst vor Ort zusammengesetzt und verschweißt worden. Für die Installation der Skulptur kam ein Gittermast-Raupenkran mit einer Hakenhöhe von 120 Metern zum Einsatz, der allein 1.000 Tonnen Gegengewicht benötigte. Der Aufbau des Krans dauerte über eine Woche, ebenso der Abbau. Zudem standen wir im Winter mit Schnee besonders unter Zeitdruck. Aber wir konnten alle Arbeiten termingerecht fertigstellen, und die Skulptur trotzt nun selbst hohen Windlasten.
Wie sieht die Zusammenarbeit mit den Kunden in solchen Projekten konkret aus?
Jedes Kunstobjekt ist einzigartig – das gilt auch für den Transport. Oft besprechen wir schon in der Entstehungsphase der Arbeiten – zwei bis drei Jahre vorher – ganz persönlich mit Künstlern, Kuratoren oder auch der Gießerei, wie ein Objekt am besten transportiert und installiertwird. Das reicht von der Prüfung der Statik sowie der maximalen Abmessungen und Lasten für den Straßentransport über die spätere Einbringung der Skulptur bis hin zu Dienstleistungen rund um die Installation.
Welche Gefahren gilt es im Vorfeld einzuschätzen?
Skulpturen haben häufig Überlängen, -breiten oder -höhen. Da kann jede Brücke zum Hindernis werden, und manchmal sind wenige Zentimeter entscheidend. Deshalb müssen wir im Vorfeld alle Strecken genehmigen lassen und abfahren. Wir stecken also schon im Vorfeld sehr viel akribische Arbeit in solch ein Projekt, um Schäden zu vermeiden. Auch die Verpackung und Ladungssicherung sind sehr individuell. Eine Skulptur hat keine vorgegebenen Anschlagpunkte wie bei einer Maschine. Zudem dürfen auf der empfindlichen Oberfläche der Skulpturen keine Druckstellen oder Reibungskräfte entstehen. Dafür haben wir eigenes Fachpersonal und arbeiten mit einem Sachverständigen für Ladungssicherung zusammen.
Bei Versicherungsfragen steht uns KRAVAG seit vielen Jahren mit Rat und Tat zur Seite. Wenn wir die Skulptur in der Gießerei übernehmen und dann selbst direkt zum Zielort transportieren, ist das Risiko überschaubar und die Police schnell erstellt. Sobald wir jedoch Leistungen Dritter benötigen, etwa beim Umschlag in ein Schiff oder Ähnliches, müssen wir gemeinsam mit KRAVAG eine genaue Risikobetrachtung durchführen.
Was wir bei Großskulpturen jedoch nicht benötigen, ist eine Diebstahlversicherung. Denn die Objekte und unsere Fahrzeuge sind ständig von zwei Fahrern bewacht, mit Telematik und GPS ausgestattet, häufig sogar mit Begleitfahrzeug und immer nur auf den genehmigten Routen unterwegs.
Können Sie sich an einen prägnanten Schadenfall erinnern?
Zum Glück nicht. Deswegen betreiben wir diesen Aufwand im Vorfeld, um die teilweise einzigartigen Objekte sicher an ihr Ziel zu bringen und solche Projekte schadensfrei umzusetzen.
Worin liegt die größte Herausforderung bei einem Kunsttransport?
Die Skulptur zu verladen und zu transportieren, ist natürlich aufwendig, aber das Ziel stellt immer die größte Herausforderung dar. Für die Einbringung einer Skulptur, zum Beispiel in einen Lichthof oder durch ein Gebäude hindurch, müssen wir uns immer wieder etwas Neues einfallen lassen. Nicht selten werden Spezialgeräte eingesetzt, die nur für diesen Transport hergestellt werden, um eine Skulptur zu ihrem Bestimmungsort zu bekommen. Häufig sind dafür die Statik und Deckenlasten zu prüfen und zu unterstützen.
Als Teil der Präsentation des Künstlers vor Ort findet die finale Installation oft vor laufender Kamera im öffentlichen Raum statt. Entsprechend groß ist die Erwartungshaltung, und alles muss perfekt organisiert sein und millimetergenau montiert werden. Dazu kommt der Zeitdruck, da die Einweihung mit geladenen Gästen terminiert ist und keine Verzögerungen zulässt. Wir sind also auch ein Teil der Show. Und so ein feierlicher Akt, wie bei der Enthüllung der meterhohen Skulptur „Echo des Poseidon“ von Bundeskanzler a. D. Gerhard Schröder im Duisburger Hafen mithilfe eines Niesen Lkw-Krans als verlängertem Arm macht uns auch sehr stolz.
Wagen an Wagen reihen sich dicht hintereinander auf der rechten Kölner Rheinseite. Dazwischen heizt sich schon seit Stunden die Stimmung auf. Um 12.00 Uhr mittags soll sich der Zug endlich in Bewegung setzen, die Parade des Christopher Street Day wird an fast einer Million Schaulustigen vorbeiziehen. Erste Soundchecks sind zu hören. Männer in Pferdekostümen, die vor Wagen gespannt sind, präsentieren sich der Presse. Fabelwesen laufen umher und zeigen vorab schon, worum es den rund 30.000 Mitziehenden beim CSD geht: Um Offenheit und Toleranz gegenüber vielfältigen Lebensweisen.
Auch die Mitarbeiter und Gäste des Versicherers AXA machen sich warm für den kilometerlangen Zug durch die Kölner Innenstadt. Rund um den NIESEN Event Truck, der schon zum zweiten Mal für die AXA bereitgestellt wurde, wird getanzt. Snacks und kühle Getränke, die vom Wagen gereicht werden, sorgen für beste Stimmung.
Immer wieder richten sich die Blicke nach vorne Richtung Deutzer Brücke: Geht es los, fahren die ersten Wagen schon an?
Dann endlich schraubt der eigene DJ die Laustärke hoch und auch der NIESEN-Truck kann sich in Bewegung setzen. Die rund 150 AXA-Feiernden folgen dem bunt geschmückten LKW und ziehen auf die Deutzer Brücke. Zuerst der schöne Rheinblick mit Dompanorama rechts, immer begleitet vom House-Sound auf dem Wagen. Dann der Einzug auf den Heumarkt! Tausende Menschen warten hier bereits auf den Zug und jeder Wagen wird einzeln bejubelt.
Mehrere Stunden zieht die fröhliche Truppe so durch die Innenstadt. Vorbei am Gürzenich, durch die Schildergasse, über den Neumarkt, wo sich insgesamt stolze 950.000 Szeneleute, Partyfreunde und Schaulustige am Straßenrand versammelt haben …
Über ColognePride
Nie wieder?
»Nie wieder!« lautete das diesjährige Motto – was zunächst irritieren mag, gehört der CSD doch seit vielen Jahren zu den absoluten Höhepunkten im Kölner Jahreskalender, fast nur noch übertroffen vom Rosenmontag. Jedoch folgt das Motto einer klaren Botschaft: Es ist ein Appell mit Blick auf die düstere Zeit der Stigmatisierung und Verfolgung Schwuler und Lesben unter dem NS-Regime. Nie wieder soll so etwas passieren können. Zwar ist der CSD durchaus ein buntes, fröhliches Fest – im Kern geht es aber darum, Diskriminierung zu thematisieren und gleiche Rechte für alle zu erstreiten.
So kann das Motto bei aller Ernsthaftigkeit eines nicht bedeuten: dass der CSD nicht wieder stattfindet. Auch in 2018 werden sich die »Normalos« mit Fetischfreunden und Fantasiefiguren mischen, um ein buntes Fest zu feiern. Und auch NIESEN wird im kommenden Jahr sicherlich wieder präsent sein. Denn hier kann man getrost einer ungeschriebenen Kölner Gesetzmäßigkeit folgen: »Alles, was zweimal stattfindet, ist Tradition. Alles, was dreimal stattfindet, ist Brauchtum«. Und warum sollte die Teilnahme des NIESEN Event Trucks nicht ein Stück CSD-Brauchtum werden?
Über ColognePride
Der ColognePride ist ein jährlich über 14 Tage stattfindendes Programm in und um Köln mit Rahmenveranstaltungen für die Rechte von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgendern. Höhepunkt des Events ist das dreitägige Christopher Street Day-Straßenfest am ersten vollständigen Juli-Wochenende, an dessen Ende traditionell eine Demonstrations-Parade in der Kölner Innenstadt stattfindet. Internet: www.colognepride.de